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E3 2013: Die Bilanz der Messe

Die E3 ist zu Ende. Was übrig bleibt, sind haufenweise neue Spielankündigungen, Details zu PS4 und Xbox One und endlich wieder Innovation. Die wichtigsten Details der diesjährigen Messe.
Die vergangenen Gaming-Jahre waren gepflastert von hochkarätigen Games. Aber eben von solchen, die sich oft wie schon zigmal gesehen anfühlten. Der Marktforschung sei Dank, wurden einst für ihre Eigensinnigkeit geliebten Genre-Urgesteine künstlich in neue Richtungen gedrängt. Dead Space 3 oder Resident Evil 6 seien hier als Beispiele genannt. Doch muss das wirklich sein? Kommt das bei den Spielern an? Nun, eine gewisse Zeit lang mit Sicherheit. Jetzt scheint den immer selben Konzepten aber langsam die Luft auszugehen. Die Konsequenz: neue Features.

Dass man bei diesem Ansatz nicht zwangsläufig das Rad neu erfinden muss, zeigt Hideo Kojima anhand von Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain. Statt die Reihe beispielsweise ein Stück weit ins Action-Genre zu manövrieren, erweitert er seinen Stealth-Titel um sinnvolle Komponenten, ohne ihm die Seele zu nehmen. Deshalb kommt das neue Metal Gear Solid mit einer offenen Spielwelt, flexiblem Missionsdesign und neuen Sprechern. Das kennt man bereits seit GTA 3, macht im richtigen Kontext aber durchaus Sinn.


PS4 Vs. Xbox One

Doch wie sieht’s eigentlich bei den „Großen“ aus? Microsoft setzt auf der Software-Seite mehr denn je auf Exklusiv-Games und serviert zum Start der neuen Xbox unter anderem ein neues Game (Quantum Break) der Max Payne-Schöpfer Remedy und startet die Halo-Reihe neu. Insgesamt sollen zur Veröffentlichung der Xbox One zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft 15 Xbox-Only-Games in den Regalen stehen. Als Ganzes betrachtet, gibt sich das Startangebot eher Action-lastig. Sony hält bei dieser Menge nicht mit. Und auch thematisch geht’s in eine andere Richtung. Beyond: Two Souls, zum Beispiel, setzt auf starke Charaktere, emotionale Handlung und innovative Erzählstruktur. Dass die PlayStation-Jünger auf derartige Konzepte stehen, hat bereits Heavy Rain gezeigt. Was Xbox One und PlayStation 4 aber gemeinsam haben: ein breites Angebot an Indiegames, die auf Xbox Live respektive PlayStation Store erhältlich sind.


Die Games

Der frische Wind, der durch die Branche weht, ist aber nicht nur der Software, sondern auch den neuen Features geschuldet, die spätestens mit Xbox One und PlayStation 4 Einzug halten werden. Microsoft setzt auf eine optimierte Version der Kinect-Kamera und zahlreiche Entertainment-Angebote. Die Xbox One soll der Mittelpunkt des Wohnzimmers werden. Dazu lässt sich das Tablet mittels Smart-Glass-App ins Spielgeschehen einklinken, um beispielsweise zusätzliche Infos zum gerade gezockten Game zu erhalten. Auf der anderen Seite hat zwar auch Sony Social-Media- und Entertainment-Anbindungen im Blick, legt den Fokus aber deutlich auf Gaming – ohne Gebrauchtspiele-Bann, Online-Zwang und regionale Begrenzungen. Sony hat mit diesem Ansatz vor allem die Spieler im Blick, die von den Eigenheiten der nächsten Xbox irritiert sind. Die Strategie könnte klappen.

Die diesjährige E3 lässt den Gamer mit spannenden Infos zurück. Mit den neuen Konsolen stehen zwei erstaunlich unterschiedliche Systeme ins Spielerhaus, die beide ihre Reize haben. Welche Trends sich tatsächlich durchsetzen, wird die Zukunft  und das Verhalten der Publisher zeigen. Das Potenzial, unter anderem bei Microsofts Tablet-Idee, ist auf jeden Fall da. Aber Gamer sind eben oftmals Traditionalisten. Jetzt liegt es an den Herstellern, die Spieler vom Mehrwert ihrer Features zu überzeugen.


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