Angezockt: XCOM 2 - War of the Chosen Bild: 2K Games
Vorschau

Angezockt: XCOM 2 - War of the Chosen

XCOM 2 erfreut sich bei PC- und Konsolen-Taktikern nach wie vor großer Beliebtheit. Bald gibt’s neues Futter in Form des Add-ons War of the Chosen. Wir haben uns schon mal warm gespielt.
War of the Chosen erscheint am 29. August für PC, PS4 und Xbox One in digitaler Form über den jeweiligen Distributionskanal für 39,99 Euro. Problem: Das ist vergleichsweise ganz schön teuer, weil das Hauptspiel mit rund 50 Euro zu Buche schlägt. Wie will Entwickler Firaxis das den Spielern so schmackhaft machen, dass sie auch zuschlagen und erneut einen Batzen Geld in ein Spiel investieren, das schon über ein Jahr auf dem Markt ist?


Starkes Add-on zum hohen Preis

Nun, der Preis ist happig. Allerdings haben wir es hier nicht nur mit ein paar zusätzlichen Missionen zu tun. War of the Chosen fügt XCOM 2 viel mehr eine ganze Reihe an neuen Features hinzu und greift so direkt ins Hauptspiel ein. Zusätzlich zu den bekannten Aliens wollen euch jetzt noch die Auserwählten ans Leder – die sogenannten Chosen. Drei an der Zahl, greifen sie euch aus heiterem Himmel in Haupt- und Nebenmissionen sowie in der fliegenden Basis Avenger an – zusätzlich zu den Widersachern des Advent-Regimes. Und zwar bis ihr sie in ihrer Basis aufspürt und ihnen den Garaus macht. Sonst kehren sie nämlich immer wieder zurück und sabotieren eure Missionen.

Wann ihr euch mit den Chosen anlegt, bleibt euch überlassen, aber sie einfach außen vor zu lassen, ist keine Option. Schiebt ihr die Konfrontation nämlich zu lange vor euch her, ist der Avenger dran. Dann gibt’s zwar noch eine letzte Chance in Form einer Verteidigungsmission gegen den Stärksten der Chosen, die Erfolgschancen sind dann aber ziemlich gering.

Bringt ihr die Widerscher schließlich zur Strecke, bleiben sie aber auch weg und ihr könnt euch über besondere Items freuen. Daneben führt Firaxis mit War of the Chosen gleich noch eine weitere Gegnerklasse ein: die Lost. Das sind eher schwache Mutanten, die überall auf der Map herumstehen, kaum Schaden verursachen und sich schnell plattmachen lassen. Ignorieren ist trotzdem keine Option, weil sie stets in Horden auftreten und sich vermehren, je mehr Züge ihr für die Mission braucht.


Buddy-Tag auf dem Schlachtfeld

Es gibt aber nicht nur zusätzliche Widersacher, sondern mit den Fraktionen Skirmisher, Reaper und Templer auch neue Verbündete. Die neuen Klassen spielen sich schön abwechslungsreich und bieten bei Levelaufstiegen mächtige Fähigkeiten. Der Reaper ist zum Beispiel mit einem starken Scharfschützengewehr ausgestattet, während der Skirmisher einen Greifhaken mitbringt. Der Templer verfügt über Psi-Energie. Die zusätzliche Manpower bringt euch nicht nur in der direkten Konfrontation voran, sondern auch bei Guerilla-Operationen – allerdings spielt ihr diese Missionen nicht direkt. Stattdessen erinnert das Feature an die Taktik-Komponente von Metal Gear Solid 5: Ihr stellt ein paar Soldaten für mehrere Tage ab, anschließend gibt’s Belohnungen. Nützlich: Ihr erhaltet einen zusätzlichen Stützpunkt auf der Karte. Ebenfalls neu ist das Buddy-System. Eine Kompatibilitätsanzeige gibt Auskunft darüber, wie gut sich die Soldaten untereinander verstehen. Haben sich zwei kompatible Recken gefunden und ihr löst die Teamwork-Fähigkeit aus, schenkt der eine Buddy dem anderen einen Spielzug. Die Schattenseite: Erwischt es den einen Buddy, kann der andere Amok laufen oder andere negative Eigenschaften entwickeln.


Ausblick

Wer sich War of the Chosen holt, stattet sein XCOM 2-Spiel mit einer ganzen Reihe an zusätzlichen Features aus, erhöht den Schwierigkeitsgrad durch das anspruchsvollere Missionsdesign und kreigt gleichzeitig auch mehr taktische Möglichkeiten. Unterm Strich holt War of the Chosen noch mehr aus einem ohnehin schon starken Strategiespiel heraus. Der Preis des Add-ons dürfte aber niedriger sein.


Details

  • Titel: XCOM 2: War of the Chosen
  • System: PC, PS4, Xbox One
  • Genre: Strategie
  • USK: Ab 16 Jahren
  • Release: 29.08.2017
  • Preis: 39,99 Euro
Artikel bewerten
(1 Stimme)
Dieser Beitrag stammt von Stefan und dem entertainweb-Team