Last Days on Mars: Horror-Reise zum roten Planet Bild: Universum Film

Kritik

Last Days on Mars: Horror-Reise zum roten Planet

Gibt es Leben auf dem Mars? In Last Days on Mars geht eine Gruppe von Forschern dieser Frage auf den Grund – und erhält keine angenehme Antwort.
Die Menschheit wird seit Anbeginn ihrer Zeit von ihrer Neugierde angetrieben. Eine der essentiellen, noch unbeantworteten Fragen: Gibt es abseits der Erde Leben? Auf dem Mond nicht, soviel steht fest. Aber vielleicht ja auf dem Mars. Der Mars Rover Curiosity erforscht seit rund zwei Jahren den roten Planeten. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Bald sollen Menschen hoch und eine Kolonie aufbauen – ohne Rückfahrschein.

Die Ausgangssituation von Last Days on Mars von Regisseur Ruairi Robinson ist ähnlich, mit dem Unterschied, dass die acht Mann starke Besatzung der ersten Mars-Mission wieder nach Hause darf. Bis zur Abreise verbleiben noch 19 Stunden und da die Crew keinerlei Leben gefunden hat, ist die Stimmung trotzdem etwas gedrückt – nur nicht bei Marko Petrovic (Goran Kostic). Der hat etwas Interessantes entdeckt, begeht dann aber den Klassiker unter den Horror-Fehlern, indem er seinen Kollegen die Entdeckung verschweigt. Unter einem Vorwand startet er eine Außenmission mit Co-Astronaut Harrington (Tom Cullen). Doch Petrovic stürzt in einen Felsspalt. Die Crew ist sich sicher: Das kann er nicht überlebt haben – und freundet sich mit dem Gedanken an, dass ihr Forscherfreund in der Schlucht verendet ist. Ist er dann aber doch nicht. Als er zu seinen Kameraden zurückkehrt ist Petrovic jedoch nicht mehr ganz der Alte, sondern ein untotes Ebenbild seiner selbst.


Banale Story, schön umgesetzt

Schade eigentlich. Ein anderer Twist hätte dem Sci-Fi-Horror-Hybrid gut zu Gesicht gestanden. Denn so verkommt Last Days on Mars allen Weltraum-Settings zum Trotz eben doch nur zu einem generischen Zombiefilm. Entsprechend hält mal wieder die alte Wer-mutiert-als-nächstes-Thematik als Dreh- und Angelpunkt der Handlung her und verzichtet bis auf die Wahl des Schauplatzes weitestgehend auf Innovation. Auch wenn die Handlung also von der Stange kommt, leistet sich Last Days on Mars trotzdem keinerlei erwähnenswerten Logiklöcher oder schauspielerische Entgleisungen. Vor allem Liev Schreiber als klaustrophober Offizier Vincent Campbell drückt dem Film seinen Stempel auf. Auch wenn die Beziehungen zwischen den Charakteren mangels persönlicherer Szenen etwas auf der Strecke bleibt, sodass einen das Ableben der Charaktere nicht weiter stört. Kameraarbeit und CGI-Effekte gehen mehr als in Ordnung, was vor allem für die Aufnahmen der tristen Außenareale gilt.


Mission erfüllt?

Last Days on Mars verfügt über gute Schauspieler, coole Schauplätze, eine gute Umsetzung –  und ein relativ belangloses Drehbuch. Letztlich ist die Handlung mit ihren banalen Twists schuld daran, dass Last Days on Mars kein Hit geworden ist. Wer auf Horror im Weltraum steht, hat sicher seinen begrenzten Spaß mit Last Days on Mars. Nur im Gedächtnis wird der Film nicht hängen bleiben.


Details

  • Titel: Last Days on Mars
  • Land/Jahr: GB 2013
  • System: DVD, Blu-ray
  • Genre: Science-Fiction
  • FSK: Ab 16 Jahren
  • Regie: Ruairi Robinson
  • Darsteller: Liev Schreiber, Romola Garai, Elias Koteas
  • Extras: Interviews, B-Roll, Visual Effects
  • Release: Bereits erhältlich
  • Laufzeit: 97 Min.
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Dieser Beitrag stammt von Stefan und dem entertainweb-Team