Planet der Affen - PRevolution: Der Aufstand beginnt Bild: 20th Century Fox

Planet der Affen - PRevolution: Der Aufstand beginnt

Die Affen sind los. James Franco (127 Hours) und Freida Pinto (Slumdog Millionär) erleben in dem Prequel zum Science-Fiction-Klassiker den Beginn einer Revolution.

Der Wissenschaftler Will Rodman (James Franco) forscht für das Pharmaunternehmen Gen-Sys an einer Wunderarznei gegen Alzheimer, als es zu einem unvorhergesehenen Zwischenfall kommt. Kaum hat Will seinen Laboraffen nämlich sein neues Medikament ALZ-112 verabreicht, drehen die Tiere durch. Prompt wird das Projekt eingestellt, aber für den Wissenschaftler bleibt ein Hoffnungsschimmer: Caesar (Andy Serkis, Herr der Ringe).

Das neugeborene Schimpansenbaby entpuppt sich dank ALZ-112 als hochintelligent und Will zieht den Schimpansen heimlich bei sich zuhause auf. Anfangs ist für Caesar alles nur ein Spiel, doch dann entdeckt er, was die Wissenschaftler mit seinen Artgenossen gemacht haben. Der Schimpanse wagt einen Aufstand, der die Geschichte unseres Planeten für immer verändern wird.

Affen ohne Ende

Eigentlich war diese Filmreihe längst "tot". Auf den Charlton-Heston-Filmklassiker Ende der 60er Jahre folgten einige Fortsetzungen und eine wenig erfolgreiche Fernsehserie. Sogar ein schräger Vogel wie Tim Burton wagte sich vor zehn Jahren an ein Remake, das an der Kinokasse floppte. Nun soll also ein Nobody wie Rupert Wyatt (The Escapist) die Karre aus dem Dreck ziehen? Planet der Affen: PRevolution handelt von unserer Zivilisation, die einen Punkt erreicht, an dem es kein Zurück mehr gibt”, so Regisseur Rupert Wyatt. Caesar lernt Dinge wie Kunst und Vernunft, aber auch die Schattenseiten der Menschheit kennen: Unterdrückung, Fanatismus und Gewalt.

Um diese Botschaft an den Zuschauer zu bringen, fährt der Regisseur gleich eine ganze Riege namhafter Schauspieler auf: James Franco, Oscar nominert für 127 Hours, die indische Beauty-Queen Freida Pinto, John Lithgow (Dexter) und natürlich Andy Gollum Serkis in der Rolle des Super-Schimpansen Caesar. Bei so viel hochkarätiger Präsenz vor der Kamera kann man leicht vergessen, dass Weta Digital für die nötige Technik sorgte. Die Affen sahen in der langen Geschichte der Science-Fiction-Saga nie besser aus.

Blockbuster mit Anspruch

Es ist wahrscheinlich die größte Überraschung des Kinosommers. Niemand hatte einem Hollywood-Neueinsteiger wie Rupert Wyatt zugetraut, die altbekannte Geschichte vom Planet der Affen neu und vor allem besser zu erzählen. Zugegeben, es ist ein Prequel und der deutsche Untertitel PRevolution ist unglücklich, aber der Rest? Eine Story mit Hirn, gute Schauspieler und tolle Effekte. Natürlich ist etwas viel Melodram dabei, wenn der gefühlskalte Will seinen kranken Vater pflegt oder sich zum Tierretter wandelt. Dafür geht es in einem Affenreservat rund und das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen.

Das alles ist vielleicht nichts für Zuschauer, die Transformers als das Nonplusultra der Filmkunst ansehen, aber der Rest darf sich endlich einmal intelligent unterhalten fühlen.



Details

  • Titel: Planet der Affen - Prevolution
  • Land/Jahr: USA 2011
  • Genre: Science-Fiction
  • FSK: Ab 12 Jahren
  • Regie: Rupert Wyatt
  • Darsteller: James Franco, Tom Felton, Andy Serkis
  • Release: 11.08.2011
  • Laufzeit: 105 Min.
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