X-Men - Erste Entscheidung: Mutantenstadl in den 60ern Bild: 20th Century Fox

X-Men - Erste Entscheidung: Mutantenstadl in den 60ern

Alles zurück auf Anfang. Kick-Ass-Regisseur Matthew Vaughn zeigt die Anfänge von Professor X, Magneto und der legendären Superheldentruppe aus dem Marvel-Universum.

Die Geschichte beginnt im II. Weltkrieg. Der junge Erik Lehnsherr ist ein Mutant und besitzt Magnetkräfte, die er nicht kontrollieren kann. Das entdecken die Nazis, töten seine Eltern und der Wissenschaftler Sebastian Shaw (Kevin Bacon, Death Sentence) macht Erik zu seiner Laborrate. Knapp zwanzig Jahre später gelingt Erik (Michael Fassbender, Inglorious Basterds) die Flucht und er hat nur einen Gedanken: Rache! Irgendwann kreuzen sich seine Wege mit Charles Xavier (James McAvoy, Wanted), einem Telepathen.

Der Engländer stellt für die CIA eine schlagkräftige Mutantentruppe zusammen, denn die Kuba-Krise bringt die Welt an den Rand eines Atomkriegs. Schnell entdecken Erik und Charles, dass sie den gleichen Feind haben: Sebastian Shaw. Der irre Wissenschaftler hat sich über die Jahre erstaunlich gut gehalten und eigene Superkräfte entwickelt mit denen er nun den Weltuntergang plant. Die erste Entscheidungsschlacht der X-Men steht unmittelbar bevor.

Reboot einer Legende

Bryan Singers X-Men liegt gerade erstmal zehn Jahre zurück, aber 20th Century Fox wagt einen Neuanfang. Kein Wunder, denn der dritte Teil von Brett Ratner und das Prequel X-Men Origins: Wolverine von Gavin Hood gelten zwar als erfolgreich, aber nicht sonderlich beliebt. Deshalb holte das Studio zum Kahlschlag aus und die Besetzung wurde komplett ausgetauscht.

Auf dem Regiestuhl nahm Matthew Vaughn Platz, der schon bei Kick-Ass sein Genre-Talent bewiesen hat und vor der Kamera finden sich neben Fassbender, McAvoy und Bacon auch hoffnungsvoller Hollywood-Nachwuchs. So darf Jennifer Lawrence als Mystique munter die Gestalt wechseln und January Jones (Mad Men) zeigt als Telepathin Emma Frost ihren Feinden die kalte Schulter. Lediglich Rose Byrne (Männertrip) als CIA-Agentin MacTaggert muss ganz ohne Superkräfte auskommen.

Solide, mehr nicht

Auf dem Papier sind alle Zutaten für ein großes Actionabenteuer da: Kalte Krieger, Atombomben und coole Superhelden. Doch statt auf den Putz zu hauen und den X-Men in den Swingin' Sixties ein stilvolles Denkmal zu setzen, geht Regisseur Vaughn auf Nummer sicher. Die Actionszenen sind effektvoll in Szene gesetzt und besonders der Showdown zwischen den Mutanten und einer ganzen  Flotte macht Laune, aber sonst?

Der gleiche Superhelden-Hokupokus, den man schon von den Vorgängern kennt. Das ist ein bisschen enttäuschend, denn der Regisseur hatte ja mit Kick-Ass bewiesen, dass er originelle Actionszenen inszenieren kann. Den Comic-Fans kann es trotzdem egal sein, denn sie werden sich bei klangvollen Namen wie Professor X oder Mystique wohl fühlen. Dabei sticht Michael Fassbender als Magneto aus der ganzen Darstellerriege hervor und beweist, dass man auch zukünftige Bösewichte lieben kann. Er allein ist schon das Kinoticket wert.



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Details

  • Titel: X-Men: Erste Entscheidung
  • Land/Jahr: USA 2011
  • Genre: Action
  • FSK: Ab 12 Jahren
  • Regie: Matthew Vaughn
  • Darsteller: Michael Fassbender, James McAvoy, Kevin Bacon, Jennifer Lawrence
  • Release: 09.06.2011
  • Laufzeit: 132 Min.
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Dieser Beitrag stammt von Stefan und dem entertainweb-Team