Echo 2015: Helene Fischer mal wieder Star des Abends Bild: getty images
Alle Gewinner in der Übersicht

Echo 2015: Helene Fischer mal wieder Star des Abends

Die 24. Echo-Verleihung liegt hinter uns. Die Quintessenz: Der Helene Fischer-Hype ist ungebrochen und die Verleihung lahmt 2015 mindestens so sehr wie im Vorjahr.
Seit ein paar Tagen dominiert die Katastrophe um den Germanwings-Flug 4U9525 die Nachrichten und auch die Echo-Verleihung begann mit einer Gedenkgeste an die Opfer. Lindsey Stirling spielte im Kerzenlicht ein Geigenintro, bevor unter anderem Udo Lindenberg, Xavier Naidoo und Herbert Grönemeyer den Udo Jürgens-Song „Ich weiß, was ich will“ zum Besten gaben. Dann übernahm Barbara Schöneberger das Zepter und rief die „Helene Fischer-Festspiele“ aus. Und so war’s dann auch. Die Schlagersängerin gewann viermal. Unter anderem wurde ihr Farbenspiel zum Album des Jahres gekürt – zum zweiten Mal, denn 2014 war die Platte schon wieder die meistverkaufte. Kollegah witzelte später, als er seine Trophäe als bester Urban/Hip Hop-Act entgegennahm: „Ich dachte, den nimmt Helene auch noch mit.“

Halb so viele Awards nahm die Ex-GZSZ-Darstellerin Senta-Sofia Delliponti aka Oonagh mit, die zur Künstlerin Rock/Pop National gekürt wurde und auch einen Newcomer-Preis gewann. Ebenfalls unter den Gewinnern: Andreas Bourani, der noch mit Lindsey Stirling eine „Crossover“-Performance bot, Herbert Grönemeyer und Volks-Rock’n’Roller Andreas Gabalier. Bei der schieren Menge an Nominierungen ging mehrmals die Übersicht flöten. Und das, obwohl der eine oder andere Preisträger sogar daheimgeblieben war. Zum Beispiel AC/DC, die den Preis von Thomas Gottschalk in Los Angeles bekamen. Kraftklub blieben auch daheim.

Zumindest in Sachen Moderation haben sie nicht allzu viel verpasst. Barbara Schöneberger haute einen Gag nach dem anderen raus, meistens waren diese nur nicht besonders lustig. Was die Sache nicht besser macht: Im Gegensatz zu anderen Musikpreisen wie dem Grammy wird der Echo nicht von einer Jury verliehen, sondern richtet sich nach den Verkäufen. Entsprechend fällt der Preis vorhersehbar aus.

Immerhin hielten Auftritte von Deichkind (mit Refugees-welcome-Outfits) und Herbert Grönemeyer vom Einschlafen ab. International betrachtet, hat der Echo aber auch schon bessere Tage erlebt. Früher standen dort auch gerne mal Depeche Mode auf der Bühne, diesmal war Meghan Trainor das höchste der Gefühle. Am Ende performten Campino, Wolfgang Niedecken, Nneka, Joy Denalane und Gentleman noch Bob Marleys „Redemption Song“ und dann war nach drei Stunden Echo Schluss.

Echo 2015: Die Gewinner

Album des Jahres
"Farbenspiel" – Helene Fischer

Künstler Rock/Pop National
Herbert Grönemeyer – "Dauernd Jetzt"

Künstler Rock/Pop International
Ed Sheeran – "X"

Künstlerin Rock/Pop National
Oonagh – "Oonagh"

Künstlerin Rock/Pop International
Zaz – "Paris"

Band Rock/Pop National
Revolverheld

Band Rock/Pop International
Pink Floyd – "The Endless River"

Schlager
Helene Fischer – "Farbenspiel"

Volkstümliche Musik
Andreas Gabalier – "Home Sweet Home"

Hip-Hop/Urban
Kollegah

Dance National
Robin Schulz – "Prayer"

Dance International
David Guetta – "Listen"

Rock/Alternative National
Unheilig

Rock/Alternative International
AC/DC – "Rock Or Bust"

Crossover
Lindsey Stirling – "Shatter Me"

Newcomer National
Oonagh

Newcomer International
The Common Linnets

Hit des Jahres
"Atemlos durch die Nacht" – Helene Fischer

Musik-DVD/Blu-Ray-Produktion National
Helene Fischer – "Farbenspiel"

Radio ECHO
Andreas Bourani – "Auf uns"

Bestes Video national
Kraftklub – "Unsere Fans"

Kritikerpreis national
Deichkind – "Niveau Weshalb Warum"

Produzent national
Michael Herberger

Kategorie: Live-Act national
Andrea Berg

Kategorie: Lebenswerk
Nana Mouskouri

Kategorie: Partner des Jahres
VOX und Talpa Germany ("Sing meinen Song – Das Tauschkonzert")

Kategorie: Handelspartner des Jahres
Media Markt-Filiale in Hamburg-Harburg

Kategorie: Soziales Engagement
Udo Lindenberg

Kategorie: Nationaler Act im Ausland
Milky Chance

Kategorie: Best Interactive Act national
Kollegah
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Dieser Beitrag stammt von Stefan und dem entertainweb-Team