PS4-Review PS4-Review Bild: Sony Computer Entertainment/entertainweb

PlayStation 4: Die neue Sony-Konsole im Test

Die Xbox One hat den Anfang gemacht, nun folgt auch die PlayStation 4. Wir haben uns mit Sonys neuer Konsole auseinandergesetzt und verraten, was sie kann – und was nicht.
Wer seine PlayStation 4 auspackt, dem sticht erst einmal das schön schmale Gehäuse ins Auge. Mit in etwa derselben Größe wie die PS3 Slim, besticht die PS4 durch ihr minimalistisches, leicht schräges Design. Zu bemängeln gibt es hier höchstens das nicht besonders robust wirkende Plastik. Darunter kommen ein Achtkern-Prozessor von AMD sowie eine Radeon-Grafikkarte und acht Gigabyte RAM zum Einsatz. Das Zusammenspiel der starken Komponenten sorgt dafür, dass die PlayStation 4 satte zehnmal leistungsfähiger als die PS3 ausfällt.

Eine 500 Gigabyte große Festplatte im 2,5-Zoll-Format, die sich mit wenigen Handgriffen durch ein größeres Modell tauschen lässt,  und ein Blu-ray-Laufwerk runden die Ausstattung ab. Für die  Konnektivität sorgen folgende Anschlüsse: 2x USB 3.0, 1x Ethernet, WIFI via EEE 802.11 b/g/n, Bluetooth 2.1, 1x HDMI, 1X AV-Ausgang sowie ein optischer digitaler Ausgang (Toslink).


Der erste Start

Doch erst mal einschalten. Auch wenn die Konsole zum Start die wichtigsten Funktionen beherrscht, sodass der Nutzer ohne Umwege loszocken kann, verlangt die PS4, genau wie die Xbox One, nach dem sogenannten Day-One-Patch. Die Firmware in Version 1.51 erweitert das Feature-Repertoire der PS4 vor allem um PSN-Features. Etwa Optionen wie Remote Play für die PS Vita, das Teilen von Screenshots und Videos sowie Hintergrund-Downloads und Online-Multiplayer-Komponenten. Blu-ray-Filme spielt die Konsole übrigens auch erst nach dem Update ab.

Wer dem massiven Ansturm auf Sonys Download-Server trotzen will, kann den Patch alternativ auch per PC herunterladen und anschließend per USB-Stick auf dem neuen Spielzeug aufspielen.


Menü und Features

Das PS4-Menü ist kommt schön aufgeräumt daher. Auf einer einzelnen Ebene sind alle essentiellen Menüpunkte aufgeführt, die bei Aktivierung jeweils noch in tiefere Ebenen führen. Es fällt aber auf, dass die PS4 weit weniger Entertainment-Features bietet als die Xbox One. Zwar sind zum Start Apps wie Watchever, Lovefilm und Maxdome erhältlich, das war’s dann aber auch schon.

Dennoch ist die PlayStation 4 für Filmfans noch nicht das Maß aller Dinge. 3D-Blu-rays werden aktuell nämlich nicht unterstützt. Außerdem verzichtet Sony auf die Möglichkeit, Medien von externen Laufwerken abspielen zu können. Besonders schade: Selbst per Wlan lassen sich keine Videos, Musik oder Fotos auf der PS4 anzeigen, da der Konsole das nötige DLNA-Protokoll fehlt. Sony will hier aber per Patch nachbessern und der neuen PlayStation auch die MP3-Wiedergabe, die aktuell ebenfalls noch auf sich warten lässt, nachträglich beibringen.

Die Macher setzen, wie vorab angekündigt, primär auf das Spielerlebnis – nicht nur auf das eigene. Deshalb kann der Gamer, sofern die entsprechende Einstellung aktiviert ist, live als Beobachter in anderer Leute Games einsteigen. Die letzten 15 Minuten des jeweils gezockten Spiels zeichnet die Konsole immer auf und stellt diese auf Wunsch in Echtzeit für die Freunde zur Verfügung – per Tastendruck.


Der Dualshock-4-Controller

Hierfür besitzt der Dualshock-4-Controller eine eigene Share-Taste. Doch auch sonst hat Sony einige überfällige Optimierungen am Controller vorgenommen. Start- und Select-Taste weichen einem Touchpad, über das Texteingaben leichter von der Hand gehen und welches auch in Spielen zum Einsatz kommt. In Assassin’s Creed IV: Black Flag  lässt sich so zum Beispiel über die Karte im Optionsmenü navigieren, ohne den vergleichsweise trägen Analogstick bemühen zu müssen. An der Oberseite findet sich eine Leuchtleiste, die den Controller mit der optional erhältlichen PlayStation Eye-Kamera synchronisiert. Zudem besitzt der Dualshock 4 einen integrierten Lautsprecher, der spezielle Sounds wie In-Game-Funksprüche ausspuckt, und so für mehr Authentizität in der virtuellen Welt sorgt. Cool: Headsets und Kopfhörer lassen sich nun am Controller direkt anschließen und geben nicht nur Voice-Chats, sondern den gesamten Spielsound wieder.

Vor allem fällt aber die optimierte Form des Pads ins Gewicht. Der Dualshock 4 liegt wesentlich besser in der Hand liegt als der Dualshock 3 und eignet sich endlich auch für größere Hände.


Die Zukunft der PlayStation 4

Wenngleich sich wenn sich auch hier kein eindeutiges Fazit treffen lässt: Die PlayStation 4 punktet durch extrem kurze Ladezeiten, eine aufgeräumte Oberfläche und starke Hardware. In Bezug darauf prognostizieren wir der Konsole eine rosige Zukunft. Zumal der Preis von 399 Euro weniger abschreckend auf die potenziellen Käufer wirkt. Allerdings sollte Sony schleunigst bei der Entertainment-Ausstattung nachbessern – wenngleich der Anbieter nicht müde zu betonen wird, die PS4 sei vor allem auf den reinen Spielspaß ausgelegt.
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  • Details

    • Titel: PlayStation 4
    • Release: 29.11.2013
    • Preis: 399 Euro
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    Gelesen 3699 mal Letzte Änderung am Montag, 02 December 2013 15:18
    Dieser Beitrag stammt von Stefan und dem entertainweb-Team