Need for Speed - Hot Pursuit: Zurück zu alter Stärke Bild: Electronic Arts

Need for Speed - Hot Pursuit: Zurück zu alter Stärke

Verfolgungsjagden im Lamborghini gibt es in Wirklichkeit selten. Sogar seltener noch als man denkt, denn die italienische Polizei des Städtchens Cremona fuhr unlängst ihren weltberühmten Gallardo zu Schrott.

Konsolen- und PC-Spieler sollte das nicht davon abhalten, sich in EA’s Need for Speed: Hot Pursuit hinters Lenkrad der schnellsten Autos unserer Zeit zu setzen – denn hier gibt es nichts zu verlieren.

Cop vs. Racer und Racer vs. Cop – erstmals in der Geschichte von Need for Speed sind komplette Karrieren beider Seiten spielbar. Verantwortlich für die Entwicklung ist Criterion, ein Studio, das sich mit Electronic Arts anderer großen Rennspielserie, nämlich der Crash-Orgie Burnout, einen Namen gemacht hat. Wer dermaßen vorbelastet ist, der kann nicht einfach ein weiteres Need for Speed raushauen, sondern nutzt seine Fähigkeiten und die sind in diesem Genre schlicht unvergleichlich. So wundert es nicht, dass im dritten Need for Speed mit dem Namen Hot Pursuit erneut Verfolgungsjagden mit der Polizei im Mittelpunkt stehen.

Gut oder Böse?

Ähnlich wie bei Burnout: Paradise ist das Straßensystem eine frei befahrbare Welt namens Seacrest County – größtenteils unbewohntes Gebiet aus Canyon-, Hügel- und Wälder-Strecken. Spieler entscheiden vor jedem Event selbst, an welches Steuer sie sich setzen möchten: an das der Polizei oder das der Tempoteufel. Beide Seiten können von Beginn an auf einen ansehnlichen Fuhrpark zugreifen, der nach und nach anwächst. Je nach erreichtem Ziel erhält der Spieler Punkte auf sein Konto, die weitere lizenzierte Fahrzeuge freischalten, u. a. solch großartige Nobelflitzer wie Lamborghini Revertón, Porsche 918 Spyder, BMW M6 Convertible und vergleichbare Modelle der Marken Koenigsegg, Nissan, Maserati, Mazda, MacLaren, Pagani, Ford, Doge, Chevrolet, Jaguar, Bentley, Alfa Romeo oder Aston Martin.

Während die Gesetzesbrecher bestimmte Platzierungen bei illegalen Rennen erreichen müssen, sind die Cops dafür verantwortlich sie mit Rammmanövern im Stile von Burnout’s Road Rages zu stoppen – beide mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Denn ganz ohne Gimmicks geht es auch bei Need for Speed heute nicht mehr. In der linken Bildschirmecke füllen sich die Zellen einer vierteiligen Waffen-Anzeige, die mit den Richtungstasten des Steuerkreuzes ausgelöst werden können. Cops können Nagelbänder auf die Straße werfen, Hubschrauber zu Hilfe rufen oder Straßensperren anordnen. Racer sind ebenfalls nicht hilflos. Da ihre durchschnittlich ungetunten Autos langsamer als die der Cops sind, haben sie nicht nur einen Turboboost, der sich durch riskante Fahrmanöver schneller auffüllt, sondern auch einen kurzen Superboost. Außerdem können sie sich für ein paar Sekunden unsichtbar machen oder mit einem Hologramm-Abbild für Verwirrung sorgen.

Zig Stunden Spielspaß auf hohem Arcade-Niveau

Taktischer Einsatz der Waffen, Streckenkenntnis und die Nutzung von Verstecken wie Büschen oder Brücken führen zum Erfolg bei Criterions Need for Speed: Hot Pursuit. Nach der 20- bis 25-stündigen Karriere bietet ein neu eingeführtes  Onlinespiel-System namens Autolog endlose neue Herausforderungen für weitere spannende Rennstunden. Es vergleicht die erreichten Erfolge der Spieler live untereinander und schlägt individuelle Wettkämpfe vor.

Need for Speed: Hot Pursuit ist ein Mischling aus beliebten Zutaten zweier ganz großer Action-Rennspielserien: ein Need for Speed mit dem Burnout-Kick sozusagen. Wer gerne mit den Reifen quietscht, durch Kurven driftet, Autos rammt und den Adrenalin-Schub irrsinnig hoher Geschwindigkeiten mag, wird mit diesem grafisch brillant aussehenden Top-Arcade-Racer ganz sicher glücklich.



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