Paul – Ein Alien auf der Flucht: Die Nervensäge aus dem All Bild: Universal Pictures

Paul – Ein Alien auf der Flucht: Die Nervensäge aus dem All

Das Chaos-Duo Simon Pegg und Nick Frost ist zurück. Nach Shawn of the Dead und Hot Fuzz spielen sie zwei Nerds, die einem Alien zur Flucht verhelfen.

Graeme Willy (Simon Pegg, Shawn of the Dead) und Clive Collings (Nick Frost, Shawn of the Dead) sind Vollblut-Nerds und wollen gerade zur berüchtigten Area 51 in Nevada pilgern, als ihnen das Alien Paul über den Weg läuft. Nachdem sich die beiden Freunde vom ersten Schock erholt haben, schließen sie mit dem Außerirdischen Freundschaft und wollen ihn zu seinem Mutterschiff bringen.

Das ist leichter gesagt als getan, denn das FBI sitzt ihnen mit Agent Lorenzo Zoil (Jason Bateman, Hancock) im Nacken und der kleine außerirdische Besserwisser fängt an zu Nerven. Als sich dann noch die prüde Ruth (Kristen Wiig, Date Night) dem ungleichen Trio anschließt, kommt auch noch Romantik ins Spiel. Das stellt die Freundschaft der beiden Nerds auf ein harte Probe.

Road-Trip mit Alien

Es dauerte über sechs Jahre bis Pegg und Frost aus der ersten Idee ihr ein fertiges Drehbuch abliefern konnten. Für die Recherche reisten die beiden Briten sogar wochenlang durch die USA und waren von der Größe und dem Klima des Landes überrascht: „In Teilen von Wyoming und Colorado war es so kalt, dass das Bier in der Dose und das Shampoo in der Flasche einfror“ so Frost.

Als das Drehbuch dann fertig war, musste Edgar Wright (Shawn of the Dead), der Hausregisseur des Duos, aus Termingründen absagen und so sprang Greg Mottola (Superbad) in die Bresche. Der war von dem Drehbuch begeistert und lobt seine Stars: „Die beiden schrieben den Film als echte Fans des Genres.“. Abgerundet wurde der Cast mit einer ganzen Reihe bekannter amerikanischer Darsteller wie Jason Bateman oder Sigourney Weaver (Alien) sowie den Saturday-Night-Life-Stars Bill Hader (Superbad) und Kristen Wiig.

Zu brav

Die Mischung stimmt,aber es hapert an der Ausführung. Regisseur Mottola hat mit Superbad eine tolle Indie-Komödie gedreht und das Duo Pegg/Frost war bisher immer das Eintrittsgeld wert, aber diesmal geht die Rechnung nicht auf. Dem Anfang der Geschichte fehlt es an Tempo, danach wird alles sehr vorhersehbar und am Ende sogar ziemlich kitschig. Die besten Momente hat der Film, wenn sich  die beiden Nerds über Science-Fiction-Klischees lustig machen oder die prüde Ruth derbe Beleidigungen ablässt.

Vollkommen verschenkt: Jane Lynch (Glee) als lesbische Diner-Besitzerin und die lahme deutsche Stimme von Paul, Tote-Hosen-Schlagzeuger Bela B. Im Original wurde die außerirdische  Nervensäge zumindest von Seth Rogen (The Green Hornet) gesprochen. Am Ende ist es so nur eine nette Familienkomödie geworden, die niemandem weh tun will und bei der man sich als Zuschauer ständig wünscht, dass sie endlich einmal Gas gibt.



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