Billy Bob Thornton: Videospiele zerstören gute Action-Filme Bild: Columbia TriStar

Billy Bob Thornton: Videospiele zerstören gute Action-Filme

Mit seinen 55 Jahren gehört Billy Bob Thornton zu den älteren Hasen in Hollywood. In den letzten 20 Jahren war er in vielen Filmen zu sehen, darunter auch ub etlichen Werken, die alles andere als herausragend waren.

Dies hält ihn aber nicht davon ab, die Qualität aktueller Kinofilme zu kritisieren, obwohl er ja auf gewisse Weise eine Teilschuld trägt. Davon will er nichts wissen, vielmehr gibt er die Verantwortung lieber ab.

Gegenüber dem britischen Telegraph schiebt er nämlich die Schuld auf Videospiele. Billy Bob Thornton dazu: „Wir leben in einer Zeit, in der wir meiner bescheidenen Meinung nach die schlechtesten Filme in der Geschichte machen. Sie sind für die videospielende Generation gemacht. Und in diesen Videospielen, über die ich mich ständig mit meinem Sohn unterhalte, geht es darum, Leute nur aus Spaß zu töten. Und ich finde, traditionell gab es immer eine Art Message in den gewalttätigen Filmen.“

Mittlerweile sei das offenbar nicht mehr der Fall, außer natürlich bei seinem neuen Film Faster, in dem er gemeinsam mit Dwayne "The Rock" Johnson auftritt. Thornton sieht in Faster eher eine tiefere Botschaft: „Dieser Film sagt nicht, 'Oh, hier ist ein lustiger Typ und wir machen diesen witzelnden Hauptcharakter direkt aus einem Videospiel, der gerne Dinge zerstört' und so. Der Film zeigt, was Gefängnisse erschaffen, was Mord erschafft. Er zeigt diese ewige, gewalttätige Kette von Ereignissen."

Solche Hintergründe hätten weder Spiele noch andere aktuelle Action-Filme zu bieten. Vielleicht fehlt es Billy Bob Thornton auch einfach an einem umfangreicheren Film- und Spiele-Wissen? Viele Regisseure sehen dies völlig anders, darunter Christopher Nolan (The Dark Knight) oder Guillermo Del Toro (Hellboy), die Spiele u.a. als Kunstform bezeichnen oder diese teils gesellschaftlich für sehr wichtig erachten...

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