Dead Space 2: Die Rückkehr des Isaac Clarke Bild: Electronic Arts

Dead Space 2: Die Rückkehr des Isaac Clarke

Isaac Clarke kehrt zurück. Wem der erste Teil des actiongeladenen Horror-Weltraum-Shooters gefallen hat, wird den zweiten Teil von Dead Space lieben.

Sequels haben ja oft die Tendenz, ein Abklatsch des Originals zu sein, bei dem die Produzenten auf Kosten des guten Namens erneut abkassieren wollen. Insofern wundert es nicht, wenn viele Fortsetzungen nicht an die Qualität und den Erfolg des ersten Teils heran reichen. Aber Dead Space 2 ist anders.

Schon der erste Teil von Dead Space überzeugte vor allem durch seine Atmosphäre, die einem teilweise das Blut in den Adern gefrieren ließ. Unser Held, der Kommunikationsingenieur Isaac Clarke, war an Bord des Bergungsschiffs USG Kellion, das ein gestrandetes Bergbauschiff, die USG Ishimura, wieder flott machen sollte. Dabei ahnte er nicht, dass die komplette Besatzung der Ishimura durch einen außerirdischen Organismus in zombieartige Nekromorphs verwandelt wurde. Wie in solchen Fällen üblich, bewaffnet sich der bis dato friedliche Zeitgenosse mit aufrüstbaren Waffen, und schnetzelt sich durch eher spärliche Gefechte, die jedoch durch die KI und den kreativen Ansatz der Programmierer wirklich knackig ausfallen.

Als einer von nur drei Überlebenden des Bergungsschiffs kämpft er nicht nur ums eigene Überleben, sondern sucht nach seiner Freundin, die als Assistenzärztin auf der Ishimura stationiert war, und versucht letztendlich, dem Ursprung der Nekromorph-Plage auf die Spur zu kommen und die Welt vor der außerirdischen Bedrohung zu retten.

Kritik am ersten Teil

Leider wurde dem Held keinerlei Interaktion an der Handlung gegönnt. Und auch auf einschneidende Ereignisse in seinem Umfeld zeigt er keine Reaktion. Darunter leidet auch die Identifikation mit dem Spiel etwas. Dafür überzeugt Dead Space vor allem durch seine Horrorszenarien, die Atmosphäre und die blutigen Kämpfe gegen die Nekromorphs, die oft anders reagieren, als man es aus vergleichbaren Spielen gewohnt ist. Auch wenn es wieder jeglicher Spielernatur ist, lohnt es sich übrigens in bestimmten Szenarien, Isaac beim Sterben zuzusehen. Die Schockeffekte können auch alt eingesessenen Genre-Zockern eine Gänsehaut über den Rücken jagen.

Im zweiten Teil scheint man aus diesen Fehlern gelernt zu haben. Ohne an der Wirkung der düsteren Atmosphäre einzubüßen, wurde in Dead Space 2 noch einmal an der Handlung gefeilt. Wobei natürlich schon von vornherein klar ist, dass sich Isaac Clarke auch ein zweites Mal wieder mit Nekromorphs herumschlagen muss.

Willkommen im Albtraum

Clarke erwacht nach drei Jahren Kryoschlaf an Bord einer Rettungskapsel auf der gigantischen Raumstation Sprawl. Während unsereins aus einem Albtraum aufwacht, beginnt für den Helden der Albtraum mit dem Erwachen. Denn wie sollte es anders sein, ist auch Sprawl mittlerweile fest in den Händen der Nekromorphs, und der kampferprobte Ingenieur muss sich erneut seinen Gegnern zum Kampf stellen. Dabei wird er von der Regierung gejagt, von Erinnerungen an seine tote Freundin aus Teil 1 geplagt und muss gegen den eigenen Wahnsinn und die Church of Unitology ankämpfen.

Neue Features in Dead Space 2

Dafür wurde Clarke von den Programmierern mit einer ganzen Reihe neuer Waffen ausgestattet. Zudem stehen ihm neue und verbesserte Nahkampftechniken sowie verbesserte Kinese- und Stasis-Fähigkeiten zur Verfügung, sehr zur Freude von Blutliebhabern. Sie können nun die Nekromorphs mit Speeren an die Wand nageln oder dank verbesserter Kinese abgetrennte Gliedmaßen in Waffen verwandeln.

Und wem der Kampf gegen die Nekromorphs zu langweilig geworden ist, kann sich im 4vs4 online Modus mit Gleichgesinnten durch die Weltraumstadt prügeln. Dabei kann man auch in die Haut von Nekromorphs wie dem Puker oder dem Lurker schlüpfen. Wem Dead Space gefallen hat, kann sich auf jeden Fall auf die Fortsetzung freuen.



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