Fallout 76 Bild: Bethesda

Fallout 76

Der neueste Teil der Fallout-Reihe von Bethesda ist seit gestern für PS4 und Xbox erhältlich

Multiplayer-Modus verärgert Fans

Auf der diesjährigen E3 stellte Bethesda erstmals Fallout 76 vor, inklusive der Ankündigung, dass das klassische Single-Player-Rollenspiel nun alternativlos zu einem Multiplayer-Game umgemodelt wird, das nur online spielbar ist. NPCs gibt es mit Ausnahme von ein paar Robotern keine mehr. Stattdessen soll die riesige Open World von Fallout 76 laut Bethesdas Plänen alleine von den Spielern bevölkert werden. Hinter jeder Figur, der man in Fallout 76 über den Weg läuft, steckt also ein echter Mensch. Diese Tatsache kam bei den Fans gar nicht gut an: Zu groß war die Angst, dass die riesige, postapokalyptische Open World von Fallout 76 dann von massenhaft Griefern und Spielverderbern bevölkert wird, die wahllose andere Gamer abknallen, plündern und anderen Schabernack treiben.

Fallout 76 - Beta erleidet Fehlstart

Als Bethesda vor knapp zwei Wochen den ersten Spielern Zugang zur Beta-Version freigab, schien sich die negative Stimmung zu bewahrheiten. Die ersten Rezensionen der Spieler fielen verhalten, wenn nicht gar dezidiert negativ aus.

Obwohl nur Spieler, die den neuesten Fallout-Teil bereits vorbestellt hatten, also überzeugte Fans der Reihe, für die Beta-Version freigeschaltet wurden, war die Negativ-Liste der Beta-Tester ganz schön lang: Die meisten Spieler waren sich einig, dass Bethesda hier in Wahrheit ein unfertiges Spiel voller Fehler und Bugs als Demo verkauft. Doch abgesehen von den technischen Schwierigkeiten und Bugs, die die meisten Spieler erlebten, konnte auch der Gameplay-Aspekt viele nicht vom Hocker reißen. Die Spieler mokierten, dass das Schwierigkeitslevel so niedrig ist, dass Co-ops mit anderen Spielern de facto unnötig und uninteressant sind und dass es außerdem keinen echten PvP-Modus gibt. Aufgrund der fehlenden NPCs fanden viele Spieler, dass die riesige Welt von Fallout 76 seltsam leer wirkt. Obwohl Bethesda die Spieler dazu anhält, die Welt zu erkunden und gemeinsam zu bevölkern, passierte dies aufgrund der nicht nötigen Kooperation zwischen den Spielern viel zu wenig. Und auch die Haupt-Story und die Quests fanden viele Spieler belanglos.

Spieler glänzen durch Altruismus

Wie sich nach dem offiziellen Release des Spiels zeigt, hatte Bethesda bei der Spielkonzeption in einem bestimmten Punkt wohl doch Recht: Anstatt bei anderen Spielern für Unruhe zu sorgen, zeichnen sich zahlreiche High-Level-Player gerade durch Random Acts of Kindness aus.

Wie The Verge berichtete, gingen zahlreiche High-Profile-Player, die sich bereits in der Beta-Version hochgelevelt und mit nützlichen Gegenständen eingedeckt haben und den Spielstand ins echte Spiel mitnehmen konnten, nun dazu über, neuen Spielern den Start ins Abenteuer Fallout 76 zu erleichtern. Denn sobald man sich als neuer Spieler aus dem Bunker hinein in die triste Landschaft wagt, beginnt man die Reise erst einmal mit nichts.

Einer dieser großzügigen Spieler ist der Fallout-Veteran und YouTuber Many A True Nerd, der sich dazu entschieden hat, ein Camp extra für Newbies zu bauen. Dort findet man alle essentiellen Dinge: Eine Wasserpumpe, eine Kochstation und zahlreiche Werkbänke, die man nutzen kann, um selbst nützliche Gegenstände herzustellen. Many A True Nerd ging allerdings noch weiter und verteilt darüber hinaus kostenlos Waffen, Rüstung und sogar Munition. Dies Aktion kam so gut an, dass sich zahlreiche andere Spieler ein Beispiel nahmen.

Vielleicht kann Fallout 76 also doch genügend Spieler in seinen Bann ziehen, damit tatsächlich eine lebhafte, dynamische Welt mit zahlreichen Interaktionen entsteht!
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