American Pie – Das Klassentreffen: Die Highschool-Clique legt wieder los Bild: Universal Pictures

American Pie – Das Klassentreffen: Die Highschool-Clique legt wieder los

Bereits 13 Jahre sind ins Land gezogen seit Jim (Jason Biggs), Finch (Eddie Kaye Thomas) und Co. im Ur-American Pie ihre Jungfräulichkeit loswerden wollten. Jetzt steht das erste Klassentreffen an.

Nach unsäglichen „American Pie präsentiert“-Ablegern, die den Fans des Originals das Blut in den Adern stocken ließen, soll es das Regisseurduo Jon Hurwitz und Hayden Schlossberg nun endgültig richten. American Pie 4 soll an die Erfolge der ersten drei Teile anknüpfen und deshalb wurden keine Kosten und Mühen gescheut.

Alles beim Alten?

Es hat sich einiges getan seit dem Jahr 1999. Aus der triebgesteuerten, doch sympathischen Highschool-Clique von damals sind erwachsene Menschen geworden. Teils beruflich erfolgreich, teils weniger. Jim und Michelle (Alyson Hannigan) haben bereits einen zweijährigen Sohn, der sie auf Trab hält. Da kommt das anstehende Klassentreffen gerade gelegen: Zurück nach East Great Falls, Michigan und die alten Freunde wieder treffen. Der Grundstein für riesen Partys, ausufernde Besäufnisse und pubertäre Aktionen ist damit gelegt.

Die Rahmenbedingungen des vierten regulären American Pie sind also etwas anders abgesteckt als bei den Vorgängern. Was die Truppe daraus macht, geht jedoch größtenteils mit den ersten drei Teilen konform. Aber: Nicht nur die Darsteller sind in die Jahre gekommen, auch dem Konzept merkt man schon erste Falten an. Konnte beispielsweise der Erstling noch mit perfektem Timing und gut platzierten Gags und Pointen punkten, scheint Hurwitz und Schlossberg das letzte Quäntchen Fingerspitzengefühl für die Reihe teilweise zu fehlen. Dennoch zünden die meisten Gags und zaubern vor allem Nostalgikern ein Lächeln ins Gesicht.

Die Macher verlassen sich bei der Fortführung der Handlung auf Jim, Stifler (Seann William Scott), Oz (Chris Klein), Finch und Kevin (Thomas Ian Nicholas) als Konstante. Dementsprechend wurden der Basisriege auch die meisten Gags auf den Leib geschneidert. Dennoch: Nahezu die gesamte Besetzung des Erstlings kehrt mit Das Klassentreffen zurück und jeder einzelne kriegt seinen Auftritt. Nette Idee, schade aber, dass genau dieser lobenswerte Ansatz auch zuweilen etwas künstlich wirkt. Kurz vor dem Abspann beispielsweise huscht Jessica (Natasha Lyonnne) noch schnell über den Bildschirm und darf dabei kaum mehr als zwei Sätze sprechen. Dennoch: Die Reihe erhält mit dem vierten regulären Teil endlich wieder den Humor zurück, der sie einst zur erfolgreichsten Komödie aller Zeiten hat avancieren lassen. So wird Jim von seinem Sprössling beim Masturbieren erwischt, Stifler entleert seinen Darm in der Kühlbox einiger Jugendlicher und zur Abwechslung ist diesmal nicht Finch derjenige, der eines Kumpels’ Mutter vernascht.

Neue Gesichter

Während derartiger Szenen verzeiht man auch die belanglose und vorhersehbare Story. Neuzugänge wie Jims ehemalige Nachbarin Kara (Ali Cobrin) bringen darüber hinaus etwas frischen Wind in das leicht angestaubte Konzept. Neil Patrick Harris (How I met your Mother) gibt sein Stelldichein als Showmaster im TV und glänzt dabei in bester Barney Stinson-Marnier.

American Pie: Das Klassentreffen macht also vieles nicht ganz richtig, weiß aber dennoch zu unterhalten. Ob der Streifen die jüngere Generation ansprechen wird, ist fraglich. Nostalgiker können den Gang zum Kino aber durchaus wagen.



Details

  • Titel: American Pie: Das Klassentreffen
  • Land/Jahr: USA 2012
  • Genre: Komödie
  • FSK: Ab 12 Jahren
  • Regie: Jon Hurwitz, Hayden Schlossberg
  • Darsteller: Jason Biggs, Alyson Hannigan, Seann William Scott
  • Release: 26.04.2012
  • Laufzeit: 113 Min.
Artikel bewerten
(3 Stimmen)