Filmfestspiele in Cannes: Der Auftakt Bild: getty images

Jury und Nominierte

Filmfestspiele in Cannes: Der Auftakt

Zum 67. Mal finden die Filmfestspiele in Cannes statt. Wie schon im letzten Jahr tritt auch diesmal kein deutscher Film im Wettbewerb um die Goldene Palme an.
Die Eröffnung der Cannes-Ausgabe 2014 übernahm das Grace-Kelly-Biopic Grace of Monaco von Regisseur Olivier Dahan. Trotz Nicole Kidman in der Hauptrolle distanzierte sich das Fürstenhaus bereits im Vorfeld von dem Streifen. Grace of Monaco sei „kein geschichtsnahes Biopic“, sondern basiere auf historisch zweifelhaften Schriften. Grace Kellys Tochter Stéphanie ließ die Lokalzeitung Nice Matin wissen: „Ich werde ihn mir auf keinen Fall ansehen.“ Entsprechend war die Dame dann bei der Vorführung nicht anwesend, genau wie Fürst Albert. Die Fachpresse störte sich nach dem Screening gestern übrigens weniger an historischen Ungereimtheiten, sondern primär an der schlechten Besetzung und der vor sich hindümpelnden Handlung.

Nicht nur der Eröffnungsfilm setzt auf eine weibliche Hauptrolle, auch in der Jury um Oscar-Preisträgerin Jane Campion sind die Damen den Männern bei der 67. Auflage überlegen. Diesmal dabei: Carole Bouquet, Sofia Coppola, Leila Hatami, Do-Yeon Jeon, Willem Dafoe, Gael Garcia Bernal, Zhangke Jia und Nicolas Winding Refn. Das Geschlechterverhältnis nimmt in Cannes eine besonders wichtige Rolle ein, seit diverse Regisseurinnen anno 2012 gegen den Männerüberschuss per Brief protestierten. Leider finden sich unter den 18 Nominierten der Hauptkategorie auch 2014 nur zwei Frauen.


Die Nominierten

Adieu au langage
Jean-Luc Godard

The Captive
Atom Egoyan

Clouds of Sils Maria
Olivier Assayas

Foxcatcher
Bennett Miller

The Homesman
Tommy Lee Jones

Jimmy’s Hall
Ken Loach

The Wonders
Alice Rohrwacher

Leviathan
Andrei Zvyagintsev

Maps to the Stars
David Cronenberg

Mommy
Xavier Dolan

Mr. Turner
Mike Leigh

Saint Laurent
Bertrand Bonello

The Search
Michel Hazanavicius

Still the Water
Naomi Kawase

Timbuktu
Abderrahmane Sissako

Zwei Tage, eine Nacht
Luc Dardenne und Jean-Pierre Dardenne

Relatos salvajes
Damián Szifron

Winter Sleep
Nuri Bilge Ceylan

Deutschsprachige Regisseure sind erneut lediglich in der Nebenrubrik „Un Certain Regard“ vertreten. Im Detail tritt die Österreicherin Jessica Hausner mit ihrem Film Amour Fou an, sowie der Deutsche Wim Wenders – in Kooperation mit Juliano Ribeiro Salgado – mit The Salt of the Earth.

Den Gewinner der Goldenen Palme gibt die Jury am 24. Mai bekannt.
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