Resident Evil 2 Remake Bild: Capcom

Resident Evil 2 Remake

Warum es sich lohnt, auch als Resident Evil-Veteran das neue Remake zu spielen
Resident Evil ist ja nun nichts Neues, Remakes von alten Klassikern auch nicht. Von beiden erscheint gefühlt einmal pro Jahr ein neues Produkt. Und beiden ist gemeinsam, dass sie häufig hinter den Erwartungen zurückbleiben. Denn oft können die Remakes nie an die verklärten Erinnerungen an das Original heranreichen – und genau aus diesem Grund hat vielen die Idee eines Remakes von Resident Evil 2 auch kaum mehr als ein müdes Lächeln hervorgelockt. Warum das ein kapitaler Fehler war und warum auch Resident-Evil-Veteranen ihre Freude am neuen Remake haben werden, erklären wir hier.

Capcom weiß, wie Remake geht

Resident Evil 2 war seiner Zeit vielleicht voraus. Die technischen Möglichkeiten vor knapp 21 Jahren ließen einfach nicht mehr zu, als eine Welt mit fixen Kamerawinkeln, vorgerenderten Hintergründen, stockenden Bewegungen und wenig Dynamik, in der die beiden Helden Claire Redfield und Leon Kennedy Rätsel lösen und Zombies abknallen mussten. Dass die Entwickler von Capcom es trotz dieser Voraussetzungen schafften, sämtlichen Spielern vor Schreck das Blut in den Adern gefrieren zu lassen, spricht für sich. Die wichtigsten Faktoren waren wohl der Entdecker-Charakter des Originals, die kniffligen Rätsel und die Gänsehaut-bringende Spannung, die durch die strikte Limitierung von Munition und Inventar im Kampf gegen die blutrünstigen Monster und Zombies Dauerbegleiter war. Die langanhaltenden Perioden der Stille, die oftmals allzu plötzlich durch ein unerwartet auftauchendes Monster unterbrochen wurde, taten ihr Übriges.  

Knapp zwei Jahrzehnte später sind die technischen Möglichkeiten ausgereift genug, um auch die visuelle Atmosphäre des Remakes an den angsteinflößenden Inhalt anzupassen. Die neue aktuelle Version kommt wesentlich düsterer und dynamischer daher. Allerdings hat sich Capcom nicht damit zufriedengegeben, einfach nur die Grafik des Originals aufzupolieren – wie sich beispielsweise an der extremen Detailtreue der Neo-Zombies und am Spiel mit Licht und Dunkelheit zeigt. Stattdessen wurde die gesamte Spielmechanik weitergedacht und durch einen neuen Third-Person-Kameramodus verbessert, aber immer darauf bedacht, den angsteinflößenden Reiz des Originals aufrechtzuerhalten.

Auch im Remake müssen Claire und Leon wieder langsam und wiederholt die detailreichen Szenerien erkunden und durch das Lösen von Rätseln weitere Räume freischalten. Capcom hat es dabei verstanden, das atmosphärische Schaudern aufrechtzuerhalten, z.B. durch undefinierbare Quietschgeräusche oder das Stöhnen eines neuen Feindes. Auch im Gameplay selbst gab es natürlich Änderungen. Zombies haben nun beispielsweise die Möglichkeit, sich von Raum zu Raum zu bewegen und sogar Türen aufzudrücken. Es ist also nicht mehr länger möglich, sich in einem Zombie-losen Raum zu verschanzen und einfach mal durchzuatmen von all den Gänsehaut-Momenten.

Im Februar kommen die ersten DLC-Geschichten

Nur knapp eine Woche nach dem Release des Resident Evil 2 Remakes, aber vielleicht angefeuert durch die extrem guten Kritiken, hat Capcom nun bekannt gegeben, dass es schon bald die ersten kostenlosen DLC-Geschichten unter dem Namen „The Ghost Survivors“ geben soll. Viele Fans, die das Grundspiel bis dahin garantiert fertiggespielt haben, werden sich sicher über Nachschub für das hochgelobte Spiel freuen. Im DLC-Paket enthalten sind drei separate „Was wäre wenn“-Geschichten, die das Schicksal dreier weiterer Überlebender des Racoon City Outbreaks verfolgen. Leon und Claire sind nämlich nicht die einzigen Charaktere, die während der Zombie-Apokalypse aufregende Dinge tun. In „No Time to Mourn”, “Runaway” und “Forgotten Soldier” erfahren wir mehr über die Schicksale eines Waffenladen-Besitzers, der Bürgermeisters-Tochter und einem Soldaten. Die erste Geschichte, "No Time to Mourn", erscheint am 15. Februar.

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