Death Stranding Bild: Sony PlayStation
  • 10.11.2019
  • red.

Death Stranding

Hideo Kojimas erstes Spiel nach der Trennung von Konami ist noch schräger als gewohnt und bereits für PS4 erhältlich
Nachdem sich schon lange abzeichnete, dass die Arbeitsbeziehung zwischen Gaming-Koryphäe Hideo Kojima und seinem Arbeitgeber Konami, wo Kojima unter anderem für die Metal Gear Solid-Reihe verantwortlich war, alles andere als harmonisch ist, entschied sich Kojima 2015, von nun an sein eigenes Ding zu machen. Er gründete sein eigenes Studio Kojima Productions, holte alte Bekannte wie Norman Reedus und Guillermo del Toro zurück ins Boot und kündigte Death Stranding an. Worum es in Kojimas neuestem Streich ging, wurde auch nach mehreren Trailern nicht klar ersichtlich, stattdessen setzte sich die Gewissheit durch, dass dies wohl das schrägste und kryptischte Spiel ist, das Kojima je ersonnen hat. Mittlerweile ist das Spiel erhältlich – und somit auch erste Eindrücke darüber, worum es wirklich geht.   

Sam schlägt sich durch

Die Welt in Death Stranding ist keine freundliche. Death Stranding beschreibt jenes Ereignis, das die Welt ultimativ ins Verderben stürzte: Zerstörerische Kreaturen namens GDs tyrannisieren die Erde, seit sich die Grenzen zwischen der Welt der Lebenden und dem Areal der Toten verschoben hat – und Menschen wurden ins Reich der Toten gezerrt. Die verbliebenen Menschen leben seither in unterirdischen Bunkern, um den vielen neuen Gefahren der Welt zu entkommen, darunter z.B. dem übernatürlichen Zeitregen, der alle Kreaturen rasend schnell altert, die damit in Berührung kommen. Das Ziel des Spiels ist es, die über den Planeten verstreuten Städte durch sogenannte „chirale Netzwerke“ wieder miteinander zu verbinden – und damit auch die zerrüttete Gesellschaft wiederherzustellen. Als Spieler schlüpft man in die Rolle von Sam Porter Bridges (dargestellt von Norman Reedus), der von der früheren US-amerikanischen Präsidentin Bridget Strand beauftragt wurde, das Verschwinden einer früheren Expedition aufzuklären. Sein Job ist es, Güter zwischen den verschiedenen Menschen-Bastionen zu transportieren und neue Strands zu legen, die eine Kommunikationen zwischen den verbliebenen Menschen erlauben – mit dem Ziel, die verängstigten und verzweifelten Überlebenden dazu zu ermutigen, ihre selbstgewählte Isolation irgendwann zu verlassen. Sams treuer Begleiter ist ein Baby, das er in einer Art Brutkasten auf seinem Rücken trägt und das er nicht etwas retten muss, sondern das ihm als Alarmsystem für herannahende GDs dient. 

Bekannte Gesichter in Death Stranding

Bemerkenswert sind außerdem Sams Interaktionen mit anderen Charakteren des Spiels, für deren Darstellung Kojima zahlreiche bekannte Gesichter aus Hollywood rekrutieren konnte, darunter der Geist Cliff (Mads Mikkelsen), der eine riesige Geisterarmee kommandiert, Higgs, der Anführer der Homo Demens-Separatisten, Fragile (Léa Seydoux), die Leiterin der Firma Fragile Express und Deadman (Guillermo Del Toro), ein Wissenschaftler, der sich auf die sogenannte Bridge Babies spezialisiert hat. Je mehr persönliche Beziehungen Sam aufbauen kann, desto besser und umfassender werden seine Fähigkeiten und desto wahrscheinlicher wird er in seiner Mission erfolgreich sein. 

Death Stranding ist aktuell als Collector’s Edition, als Digital Deluxe Edition und Special Edition für die PlayStation 4 erhältlich. Obwohl es lange hieß, dass Death Stranding PS4-exklusiv bleiben wird, gab Kojima Productions vor kurzem bekannt, dass das Spiel im frühen Sommer 2020 auch für den PC erscheinen wird. 


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