Angezockt Angezockt Bild: Sony Computer Entertainment

Vorschau: God of War - Ascension

Einer der wildesten Hunde der Gaming-Industrie kehrt bald zurück auf den Bildschirm: Kratos aus God of War. Wir haben drei Levels aus dem vierten Teil God of War - Ascension gespielt.
Die Entwickler der Santa Monica Studios liefern erneut ein Prequel innerhalb der God of War-Reihe ab. Diesmal wird unter anderem beleuchtet, wie Kratos nach Manipulation durch Ares seine Familie tötet. Aufgewärmt wird hier aber nichts, denn gleich zum Spielstart steht fest: Ascension ist ein echtes God of War. Die Lage sieht mal wieder nicht besonders rosig aus. Gefesselt an allerhand Ketten und Schlösser, wird Kratos von der von Zeus ausgesandten Furie Tisiphone gefoltert. Befreien kann sich der wütende Held relativ fix, als die hässliche Peinigerin versehentlich daneben schlägt und eine Eisenkette erwischt. Kratos wittert seine Chance, wird die Fesseln los und greift die Furie an – per Quicktime-Event. Anschließend ergreift die Widersacherin die Flucht und er nimmt die Verfolgung auf. Insgesamt wird es der Haudegen im Spielverlauf noch mit zwei weiteren dieser fiesen Damen zu tun kriegen.


Fast wie immer

Nach der erfolgreichen Befreiung, entlässt einen das Spiel in das God of War-typische Geflecht aus schnellen Gefechten mit allerhand Ausgeburten der Hölle, bombastischen Boss-Kämpfen und gelegentlichen Schalterrätseln. Auf der Verfolgungsjagd mit Tisiphone zieht Ascension bereits sämtliche Register der Dramaturgie. Hektisch wird kleineren Monstern wie Insekten und größeren Vertretern samt Schwertern der Garaus gemacht. Dazwischen kommt Kratos immer wieder an eingesperrten Spartanern und Sklaven vorbei. Doch was tun? Sie befreien? Es bleibt keine Zeit. Die Furie zaubert immer wieder neue Gegnerhorden herbei.

Also schwingt man lieber die Ketten und klaut den Widersachern so sogar ihre Waffen aus der Hand. Ganz recht: Neuerdings hält das Spiel auch einen Slot für wechselbare Waffen bereit. Neben den Chaosklingen kommen jetzt auch eine Vielzahl anderer scharfer Stechinstrumente zum Einsatz. Oder man fängt einen der Feinde ein und schmettert ihn auf eine anstürmende Gegnerhorde. Das bringt Abwechslung, zumal das Spiel eine Vielzahl an Finishing-Moves bereithält.

God of War - Ascension spielt sich ähnlich flüssig wie der Vorgänger God of War III. Und auch grafisch geht die Darbietung mit stets geschmeidiger Framerate mit dem Vorgänger konform. Ein weiteres Lächeln zaubert zudem die starke Inszenierung inklusive passendem Design ins Spielergesicht. Hier wirkt einfach alles wie aus einem Guss. Und wenn Kratos gegen riesige Zwischenbosse antritt, dann in der Regel auf mehreren Ebenen. Großes Kino! Unerwartete Passagen lockern das Spiel immer wieder auf. Beispielsweise als ein aufgebrachter Titan die komplette Umgebung zerlegt, und die Straße abrutscht. Kratos rauscht den Abhang hinunter, der Spieler muss wie wild Hindernissen ausweichen.


Scharf

Was Sony bisher von God of War - Ascension gezeigt hat, steht Teil Drei optisch in nichts nach – bietet aber auch nicht wirklich mehr als der Vorgänger. Auf spielerischer Ebene streuen die Damen und Herren der Santa Monica Studios allerdings einige neue Features ein, die das gewohnte Gameplay-Geflecht etwas auflockern, ohne zu überfordern. Wer sich von Ascension nicht die Neuerfindung des Rads erwartet, wird hier sicher nicht enttäuscht.



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