Steve Jobs damals erbost über Verkauf von Bungie Bild: Microsoft

Steve Jobs damals erbost über Verkauf von Bungie

Ursprünglich wurde Bungies Action-Shooter Halo exklusiv für den Mac angekündigt - das war vor elf Jahren. Letztendlich erschien das erste Abenteuer vom MasterChief für die Xbox, da Microsoft das Studio 2000 kaufte.

Genau dies verärgerte Steve Jobs, Chef von Apple, damals sehr. Gegenüber dem Entwicklermagazin Develop sprach Ed Fries, ehemaliger Microsoft-Manager, über die Reaktionen von Jobs. Nach der Bekanntgabe des Bungie-Kaufs rief der Apple-Boss umgehend bei Microsoft an, um mit Steve Ballmer zu sprechen.

Laut Fries soll Steve Jobs ziemlich sauer gewesen sein, schließlich hätte Microsoft aus einem wichtigen Mac-Entwickler einen Xbox-Spieleproduzenten gemacht. Zuvor realisierte Bungie mit Marathon und Myth zwei große Spiele für die Apple-Rechner.

Ed Fries, der 2000 das noch junge Xbox-Geschäft leiten sollte, erhielt von Steve Ballmer die Aufgabe, Jobs zu beruhigen. Fries versprach, einige PC-Spiele von Microsoft auch für den Mac konvertieren zu lassen und sogar auf einer Entwicklerkonferenz für Mac-Technologie aufzutreten. Und tatsächlich: Mit vielen Jahren Verspätung kamen für Mac Halo oder Age of Empires III in den Handel.

Mittlerweile sieht die Situation ganz anders aus: Bungie ist seit 2007 wieder ein unabhängiges Studio, schließlich konnten sich die Halo-Erfinder von Microsoft wieder freikaufen. Apple dagegen besitzt eigenen Aussagen zufolge über 51 Milliarden (!) US-Dollar ungenutztes Firmenkapital bei den Banken, das nur darauf wartet, investiert zu werden.

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