So tief greifen Spieler bei Free2Play-Games in die Tasche Bild: getty images

Infografik

So tief greifen Spieler bei Free2Play-Games in die Tasche

Free2Play-Games boomen – auch wenn sie natürlich nicht ganz kostenlos sind. Wie viel Geld die Gamer für die vermeintlichen Gratis-Games wirklich ausgeben und wo die Fallen lauern, erfahrt ihr hier.
Free2Play-Games sind prinzipiell gratis spielbar. Allerdings geraten die Spieler immer wieder auf erhebliche Wartezeiten, die sich gegen Geld verkürzen lassen. Aber auch für Premium-Gegenstände greifen Gamer gerne in die Tasche. Ein Beispiel: Im Gratis-Strategiespiel Die Siedler Online ist den Spielern ein Premiumgebäude im Schnitt 20 Euro wert, wie Netzsieger herausgefunden hat. Das nennt sich dann Freemium, ein Wortspiel aus den Begriffen Free und Premium. Heißt: Das eigentliche Game ist kostenlos, bezahlt wird nur für Gegenstände, die der Spieler auch wirklich braucht oder für Spielinhalte, die er schnell erreichen will. Das Risiko: Oft verliert man den Überblick über die gekauften In-Game-Gegenstände und läuft Gefahr, mehr Geld als für ein Vollpreisspiel auszugeben. Dann gibt’s noch Extremfälle wie das MMO DarkOrbit – für virtuelle Ausrüstung geben einzelne Gamer bis zu 15.000 Euro aus.

Im Jahr 2013 lag der Game-App-Umsatz noch bei 104 Millionen Euro. 2014 hat er sich auf satte 263 Millionen Euro erhöht. Interessant ist die Verteilung: Nicht die Masse der Spieler macht’s, sondern die enorme Zahlungsbereitschaft einiger weniger. Lediglich zehn Prozent der Spieler sind bereit, überhaupt Geld in vermeintlich kostenlose Games zu investieren. Die lassen sich Premiuminhalte dann aber auch gern etwas mehr kosten. Mikrotransaktionen gewinnen also an Bedeutung. Die sind seit 2013 nämlich um 234 Prozent gestiegen, während Einmalkäufe nur um 17 Prozent zugelegt haben.

Weitere interessante Fakten findet ihr in folgender Infografik von Netzsieger.

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