New Little King’s Story: Aufbau-Strategie für die Hosentasche Bild: Konami

New Little King’s Story: Aufbau-Strategie für die Hosentasche

Ab sofort gibt’s Konamis Wii-Kleinod Little King’s Story auch in aufgepimpter Fassung für die PS Vita. Der simple Name: New Little King’s Story. Wir klären, wo gefeilt wurde und welche Verbesserungen die Mobil-Variante noch hätte vertragen können.
Doch allen voran: Impliziert das „New“ im Titel des von Marvelous entwickelten Vita-Abenteuers, dass es sich hierbei um ein komplett neues Spiel handelt? Wohl eher um ein Remake – mit einigen Neuerungen wohlgemerkt. Das Grundgerüst ist bereits bekannt: Der Spieler übernimmt die Rolle des titelgebenden, jungen Königs. Letzterer wurde seines Königreichs beraubt und die zugehörigen Prinzessinnen entführt. Zusammen mit einer Handvoll Helfer und Berater geht’s ans Werk. Ein neues Imperium soll aufgebaut werden. Dazu muss erst mal Geld in die Kasse und deshalb erfüllt der Spieler aus der Vogelperspektive erste Quests, die in Form von Nachrichten im königlichen Briefkasten eintrudeln.


Alles mit einer Taste

Dazwischen geht’s immer wieder Zwischenbossen an den Kragen, nach deren Abgang sich das jeweilige Areal zum Königreich gesellt und selbiges so vergrößert. Unterstützt wird der tapfere König dabei anfangs von bis zu fünf Helfern, die verschiedenen Zünften entstammen, darunter Nahkämpfer und Handwerker. Ist die Truppe komplettiert, „hetzt“ der Spieler Bogenschützen auf Gegner, Handwerker auf Bauplätze und Bauern auf Erdlöcher, die sogleich nach Schätzen graben. Das alles erledigt eine einzige Aktionstaste. Ein gleichermaßen simples wie effektives Prinzip – dem ab und zu allerdings auch die Übersichtlichkeit zum Opfer fällt. Hier hätte eine dezente Integration des Touchscreens Abhilfe schaffen können. Parallel dazu errichtet der Abenteurer mit dem verdienten Geld neue Ausbildungsstätten und Häuser und sorgt so für arbeitswilligen Bevölkerungszuwachs.


Kleiner König auf kleinem Bildschirm

Ihr seht: Neue Optik trifft in New Little King’s Story auf angepasste Steuerung und vereinzelt neue Figuren – die Rahmenbedingungen sind jedoch dieselben wie beim Wii-Vorbild. Macht auch nichts, denn die Mischung aus Aufbaustrategie, Rollenspiel und Abenteuer eignet sich zumindest theoretisch ganz hervorragend für die Hardware-Spezifikationen der Vita. Da erstaunt es umso mehr, dass Konami nicht etwas mehr Geld in die Hand genommen hat, um eine gänzlich fehlerfreie Portierung zu gewährleisten. Die eigentlich schöne, Anime-hafte optische Darbietung wird deshalb von regelmäßigen Bildrate-Einbrüchen geplagt. Die eigentlich witzigen und gut erklärten Dialoge stechen nicht nur durch Wortwitz, sondern auch durch Rechtschreibfehler ins Auge. An dieser Stelle wird hoffentlich noch nachgepatcht. Lässt man diese Macken nämlich außen vor, erhält man mit New Little King’s Story einen derjenigen Genrevertreter, die das Vita-Repertoire bislang so schmerzlich vermissen ließ – und der sich trotz seines relativ großen Umfangs super für den Unterwegsgebrauch eignet.



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