Zombieland: Doppelt hält besser Bild: Sony Pictures Entertainment
  • 07.11.2019
  • red.

Zombieland: Doppelt hält besser

Der Zombie-Klamauk-Film mit Woody Harrelson und Emma Stone geht in die zweite Runde – glücklicherweise genauso schräg und genauso lustig
Es ist eine Ironie des Schicksals, dass der beliebteste Zombie-Film aller Zeiten ausgerechnet ein Film ist, der als Persiflage des gesamten Film-Genres gedacht war. Denn völlig unerwartet entwickelte sich der Film zum Kinohit und anschließend zum Kultfilm. Eigentlich erstaunlich, dass es zehn Jahre gedauert hat, bis sich Regisseur Ruben Fleischer („Venom“), die Drehbuchautoren Rhett Reese und Paul Wernick („Deadpool 1+2“) und die Hauptdarsteller Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Abigail Breslin und Emma Stone zu einer Reunion zusammengefunden haben. 

Ein beschauliches Leben inmitten von Zombieland

Viele Jahre nach den Ereignissen des ersten Films hat sich die unfreiwillige Patchwork-Familie bestehend aus Columbus, Tallahassee, Wichita und Little Rock gut mit dem Leben inmitten einer Zombie-Apokalypse arrangiert – immerhin haben sie es sich auch im weißen Haus gemütlich gemacht. Genau, das Weiße Haus.

Aber wie es bei allen Familien so ist, haben sich auch im Zombieland-Clan einige kleine Reibereien in den Alltag eingeschlichen. Columbus und Wichita zelebrieren in Lincolns altem Schlafzimmer ihr gemütliches Pärchenleben – doch während Columbus die Beziehung mit einem Verlobungsring für die Ewigkeit konservieren will, kriegt Wichita kalte Füße, denn im Grunde ihres Herzens idealisiert sie immer noch das Leben als einsame Wölfin. 

Auf der anderen Seite leben Tallahassee und Little Rock eine wunderbar missverständliche Vater-Tochter-Beziehung, die dank Tallahassees kruder Herangehensweise und Little Rocks Teenager-Hormonen von ziemlich vielen Konflikten geprägt ist. Erschwerend kommt hinzu, dass Little Rock sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich dem verstaubten Weißen Haus zu entkommen und mit anderen Teenagern abzuhängen.

Little Rock will ein Teeny-Leben

Plötzlich fühlt sich das Weiße Haus und vor allem die Gesellschaft von Columbus und Tallahassee für die beiden jungen Frauen ganz schön beengend an – weswegen sie beschließen, die beiden überrumpelten Männer des Haushalts zurückzulassen und sich wieder alleine durchzuschlagen. Das klingt erstmal nach einem ausgezeichneten Plan, bis die beiden dem gut aussehenden Neo-Hippie und Friedensaktivisten Berkeley (Avan Jogia) begegnen und Little Rock von Teenager-Hormonen getrieben auch Wichita im Regen stehen lässt. Kleinlaut kehrt Wichita ins Weiße Haus zurück, sammelt Tallahassee und Columbus ein und begibt sich auf die Suche nach ihrer kleinen Schwester. Dass dieses Unterfangen nicht reibungslos vonstattengeht, versteht sich von selbst - und eine neue Gattung von schier unverwüstlichen Zombies sind dabei noch das geringste Problem. Gut, dass Columbus nach wie vor für jede Lebenslage die passende Regel im Repertoire hat…

Zombieland: Doppelt hält besser ist ab 7. November in den deutschen Kinos zu sehen.
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