Paranormal Activity 2: Warte bis es dunkel wird Bild: Paramount Pictures

Paranormal Activity 2: Warte bis es dunkel wird

Es spukt mal wieder. Die Fortsetzung des letztjährigen Überraschungshits lässt auch diesmal die Kassen klingeln.

Über 40 Millionen Dollar nahm Paranormal Activity 2 allein am Startwochenende ein und so viel Kinozuschauer können nicht irren. Der Kniff: Ähnlich wie bei den Saw-Filmen spielt die Handlung parallel zum ersten Teil und beginnt 60 Tage früher. Statt Katie (Katie Featherston) und Micah (Micah Sloat), steht nun die Familie von Katies Schwester Kristi (Sprague Grayden) im Vordergrund. Nach einem Einbruch installiert ihr Mann Dan (Brian Boland) überall Videokameras, aber trotzdem wird Hunter, der kleine Sohn der Familie nachts von unerklärlichen Geräuschen geweckt. Seine ältere Schwester Ali (Molly Ephraim) macht sich auf Spurensuche und nach einer Hexenbrett-Session ahnt sie, wer dahinter steckt: ein Dämon, der es auf Hunter (Tim Clemens) abgesehen hat. Daraufhin fasst Dan einen wahnwitzigen Plan um sich und seine Familie zu beschützen.

Dämon aus dem Wandschrank

Wie schon im ersten Teil verlassen sich die Macher ganz auf den „Found footage“- Look, der schon den Vorgänger zu einem Überraschungshit werden lies. Ex-Videogame Designer Oren Peli (Mortal Kombat 3) hatte damals für knapp 15.000 Dollar seinen klaustrophobischen Horrorthriller gedreht und ihn anschließend an Paramount verkauft. Jetzt ist alles eine Nummer größer: das Budget, die Story und die Schockeffekte. Besonders die Story wirkt jetzt schlüssiger und erklärt ein paar Details aus dem Vorgänger. Für Fans ist das ein großer Spaß, aber Neueinsteiger dürften so ein paar wichtige Infos fehlen. Beim Rest verlassen sich Produzent Peli und Regisseur Tod Williams auf das bewährte Erfolgsrezept „Größer gleich besser“.

Packende Story

Die Fans des ersten Teils können beruhigt sein, denn die Macher sind sich treu geblieben. Flackernde Lichter, fliegende Türen und der Heimvideo-Look sorgen wieder für hochgeklappte Fingernägel. Zwar sind die Schockeffekte ziemlich „old school“, doch werden sie deswegen nicht schlechter. Glücklicherweise stimmt jetzt auch die Story, denn die war beim ersten Teil kaum vorhanden. Probleme dürften dagegen Splatter-Fans haben, die eine derbe Schlachtplatte erwarten, denn wie schon im ersten Teil ist der „Gore“-Anteil sehr gering. Überhaupt funktioniert Paranormal Activity eher als Horror-Einstiegsdroge und weniger als Hardcore-Thriller für abgebrühte Genre-Fans. Das unterhält, gruselt und ist clever gemacht, aber einen flauen Magen wird man deswegen nicht bekommen. Einfach ideal um die Freundin zu ihrem ersten Horrorfilm zu überreden.



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Details

  • Titel: Paranormal Activity 2
  • Land/Jahr: USA 2010
  • Genre: Horror
  • FSK: Ab 16 Jahren
  • Regie: Tod Williams
  • Darsteller: Sprague Grayden, Brian Boland, Molly Ephraim
  • Release: 04.11.10
  • Laufzeit: 91 Min.
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