Homecoming: Ein Film von Beyoncé auf Netflix Bild: Netflix

Homecoming: Ein Film von Beyoncé auf Netflix

Beyoncés aktuellster Ausflug in die Welt der Dokumentarfilme blickt hinter die Kulissen des fulminanten Coachella-Auftritts, den die größte Sängerin unserer Zeit letztes Jahr hinlegte

Beyoncé hat Erfahrung mit Dokus

Ab heute gibt es Homecoming: Ein Film von Beyoncé, Beyoncés neuen Dokumentarfilm über ihren fulminanten Coachella-Auftritt vergangenes Jahr, auf Netflix zu sehen. Der Streaming-Dienst hat sich im Vorfeld ungewohnt bedeckt gehalten und gab lange Zeit kaum Details und Infos preis. Dabei wünschen sich die Fans doch so sehr intime Einblicke in das Leben der Sängerin, die ihr Privatleben mit Ehemann Jay-Z und ihren drei Kindern bekanntermaßen pedantisch unter Verschluss hält.

Mit dem Medium Video kann Beyoncé bekanntermaßen gut - und die neue Netflix-Produktion ist bei weitem nicht ihr erster Ausflug in die Welt der Dokumentarfilme. Beyoncé, die ihr Leben als eine Art visuelles Tagebuch gewohnheitsmäßig auf Video festhält, verzichtet nämlich ganz gerne mal auf Presse-Interviews und gewährt ihren Fans lieber seltene, ausgewählte Einblicke in ihr Leben durch diese selbst kuratierten Videos, die es ihr ermöglichen, ihre Fans an ihrem kreativen Prozess teilhaben zu lassen und die Frau hinter der weltbekannten Künstlerin zu zeigen.

Zu ihren bekannteren Projekten zählen die Filme Year of 4 aus dem Jahr 2011, einem Film für MTV, in dem Beyoncé über die Entstehung ihres Albums 4 spricht. Zudem kommen private Aufnahmen aus dem Archiv der Sängerin im Film vor, darunter Reiseerinnerungen und Baby-Videos von Mini-B. In Life is But A Dream, einer Doku in Zusammenarbeit mit HBO im Jahr 2013 und unter Eigenregie der Sängerin, thematisiert Beyoncé die Anfänge ihrer Solo-Karriere, private Rückschläge, ihre Beziehung mit Jay-Z und schließlich die Geburt ihres ersten Kindes Blue Ivy. Darüber hinaus existieren zahlreiche Live-Dokus von den vielen Tourneen und Auftritten von Beyoncé - und in der neuen Disney-Realverfilmung von Der König der Löwen wird sie der kleinen Löwin Nala ihre Stimme leihen.

Beyoncés Vision für die Welt

Ob es im neuesten Film wieder private Einblicke in das Familienleben der Carters geben wird, ist nicht ganz klar. Dafür verspricht Netflix in Homecoming: Ein Film von Beyoncé einen „intimen Einblick in Beyoncés gefeierte Coachella-Performance im Jahr 2018, die den schwarzen Colleges und Universitäten in den USA gewidmet war. In ungewöhnlich nahen Aufnahmen und Interviews, die die detaillierte Vorbereitung und ihre kraftvolle Vision zeigen, zeichnet Homecoming die bewegende Entwicklung von einer kreativen Idee zur kulturellen Bewegung nach“.

Gezeigt wird, erstmals seit der Live-Ausstrahlung vergangenes Jahr, Beyoncés kraftvoller Auftritt auf dem Coachella-Festivals, sowie Interviews mit der Sängerin über den Schaffensprozess und Video-Aufnahmen aus dem Backstage-Bereich. Im Trailer gibt sie mit einer tiefen, berührenden und einprägsamen Stimme, die so ganz anders klingt als ihre Gesangsstimme, ihre Sicht der Dinge über den Zustand der Welt preis.

Beyoncé war übrigens die erste schwarze Sängerin, die als Headliner für das weltbekannte Festival gebucht war – und ihre Performance war eine einzige Hommage an all jene schwarzen Künstler und Künstlerinnen, denen diese öffentliche Anerkennung verwehrt blieb. Der Coachella-Auftritt selbst bestand aus 26 Songs, die sämtliche Stadien von Beyoncés Karriere umrissen und brachte eine Wiedervereinigung ihrer Band Destiny’s Child mit sich. Mit ihr auf der Bühne standen also nicht nur ihre früheren Bandkolleginnen Michelle Williams und Kelly Rowland, sondern auch ihre Schwester Solange und ihre Ehemann Jay-Z. Außerdem zollte sie diversen musikalischen Vorbildern Tribut: Nina Simone, Nefertiti und Malcolm X, Houston und New Orleans, Fela Kuti und “The Wiz”.

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