Medal of Honor: Wenn kein Erfolg, dann kein Nachfolger Bild: Electronic Arts

Medal of Honor: Wenn kein Erfolg, dann kein Nachfolger

In Zeiten, in denen sich ein Call of Duty: Modern Warfare 2 locker über 20 Millionen Mal verkaufen kann, sind die Erwartungen von Electronic Arts mit dem eigenen Konkurrenzprodukt Medal of Honor entsprechend hoch.

Dies verdeutlicht die Aussage von Greg Goodrich, ausführender Produzent des Neustarts der ehemals berühmten WW2-Shooter-Serie. So visiert man für den am 14. Oktober 2010 für PC, PS3 und Xbox 360 erscheinenden Titel mindestens drei Millionen veräußerte Exemplare an.Sollte dieses Ziel nicht erreicht werden, ist für Goodrich klar, dass es keine Fortsetzung geben wird. Er sei dann schlichtweg nicht „...in der Lage, ein weiteres MoH zu machen..."

Die Chancen stehen allerdings gut, dass Medal of Honor bei den Genrefreunden ankommt. Allein die Tatsache, dass man sich vom 2. Weltkrieg verabschiedet hat, um sich einem Krieg in Afghanistan zu widmen, sorgte vor einigen Wochen für großes Aufsehen speziell beim Miltär: Ein Sprecher des Bundeswehrverbands empfand es als „widerwärtig, so ein Spiel auf den Markt zu bringen“. Unterstützung erhielt er von Großbritanniens Verteidigungsminister Liam Fox, dem das Verständnis fehlte, dass man im Mehrspieler-Modus auch den Taliban steuern darf. EA konterte mit einer klaren Aussage: Bösewichte kann man seit jeher in Shootern kontrollieren, zum Beispiel Nazis in WW2-Spielen.

Die negative Publicity dürfte die Verkaufszahlen fraglos beflügeln, aber auch so verspricht man uns einen hochwertigen Action-Titel. Der Mehrspieler-Part stammt von den Battlefield-Profis von DICE, die Solo-Kampagne wird direkt bei EA realisiert. Hier ist eine Geschichte des „Tier-1“-Elitekommandos vorgesehen, das im umkämpften Afghanistan allerlei Gefahren bewältigen muss.



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