Evolve: Koop-Shooter von den Left 4 Dead-Machern Bild: 2K Games

Vorschau

Evolve: Koop-Shooter von den Left 4 Dead-Machern

THQ ist bekanntlich insolvent, einige der Marken haben jedoch bei anderen Publishern eine neue Heimat gefunden. Zum Beispiel Evolve bei 2K Games. Wir haben den Multiplayer-Shooter ausführlich gespielt.
Die Zukunft Evolves war lange Zeit eine ungewisse. Und das trotz großer Namen hinter den Kulissen, entsteht der Online-Shooter doch bei den Left 4 Dead-Schöpfern der Turtle Rock Studios. Erst wurde das Team von Valve aufgekauft, anschließend aufgelöst und dann schließlich wieder neu formiert. Naja, und dann kam der finanzielle Ruin von THQ noch dazwischen, bevor sich 2K den Shooter unter den Nagel riss. Und das will was heißen. Jetzt steht das Game kurz vor der Vollendung und pfeift dabei vollkommen auf eine Singleplayer-Kampagne. In den Online-Matches treten immer fünf Gamer an. Vier als sogenannte Hunter, einer als Monster. Anstatt die unterschiedlichen Klassen auf ein einigermaßen gleichwertiges Level herunterzubügeln, setzt der Entwickler angenehmerweise auf starken Kontrast zwischen den Charakteren. Mit dem Koop-Gameplay der Hunter und der teils rabiaten, teils heimlichen Vorgehensweise des Monsters werden sowohl Team-Player als auch Einzelgänger bedient.


Das Monster

So funktioniert’s: Das Monster, in unserem Fall ein bulliger Zeitgenosse namens Goliath, steigt 20 Sekunden vor den Huntern ins Spiel ein nutzt die kurze Einsamkeit am besten dazu, in Ruhe einige Wildtiere zu verspeisen. Denn nur so kann das behäbige Vieh von einer zur nächsten von insgesamt drei möglichen Stufen „evolven“. Sobald die Hunter nämlich ins Spiel einsteigen, ist mehr Vorsicht angebracht. Wer das Monster lenkt, hinterlässt zwangsweise Spuren und wer nicht aufpasst, schreckt Vogelschwärme auf. Bis zur ersten Begegnung mit den Gegnern, sollte der Bauch schon einigermaßen vollgeschlagen sein. Kommen einem auf Stufe eins nämlich die Hunter in die Quere, ist die Runde schnell vorbei, da das Monster in diesem Zustand nicht allzu viel einsteckt. Da bringt auch Steinewerfen, Feuerspucken und Zuschlagen – die Kampfmoves des Monsters – nicht mehr viel. Das Ziel, einen bestimmten Reakter zu zerstören - versaut.

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Die Hunter

Während das Monster also die Zerstörung besagten Reaktors im Sinn hat, müssen die Hunter genau das verhindern. In der angespielten Version setzte sich das Team der Monsterjäger so zusammen:

Markov, Assault: Er ist der mächtigste Hunter und unerlässlich, um dem Monster den Garaus zu machen. Mit Minen und starken Wummen fügt er dem monströsen Widersacher den meisten Schaden zu. Zudem ist er mit einem Schild ausgestattet, der ihm für kurze Zeit Schutz bietet.

Griffin, Trapper: Bevor Markov loslegen kann, will das Monster erst mal ausfindig gemacht werden. Das funktioniert am besten, indem Griffin Bewegungssensoren aufstellt und das Viech, sobald ausfindig gemacht, harpuniert. Dann nämlich ist das Monster langsamer und in seinen Moves eingeschränkt. Außerdem sperrt Griffin seinen Widersacher temporär in ein Magnetzelt ein.

Hank, Support: Der Allrounder unter den Huntern greift das Monster wahlweise per angefordertem Luftschlag an, geht mit dem Laser Cutter darauf los oder schützt sich und sein Team per Unsichtbarkeit und Schutzschild.

Val, Medic: Die Sanitäterin im Team tut gut daran, sich nicht aktiv ins Kampfgeschehen einzumischen. Ist der Charakter tot, besteht nämlich auch für die anderen kaum eine Überlebenschance. Besser: Auf Wahl einzelne Kameraden oder das ganze Team mittels Medgun oder Healing Burst heilen. Außerdem markiert die Tranquilizer Gun Schwachstellen am Monster, die die Kollegen dann ausnutzen können.


Teamwork statt Hau-drauf-Gameplay

Egal, welcher Klasse man angehört: Teamwork und Kommunikation ist bei Evolve extrem wichtig. Setzt man die jeweiligen Fähigkeiten seiner Klasse nicht richtig ein, geht man schneller drauf als das erste Tier im Monstermagen landet. Einzelgänger unter den Huntern gehen binnen kürzester Zeit drauf. Übrigens: Die von uns gespielte Konstellation stellt nur einen Ausschnitt der verfügbaren Figuren dar. Im fertigen Spiel soll es noch weitere wählbare Hunter und auch Monster geben.


Ausblick

Zum aktuellen Zeitpunkt macht Evolve bereits einen schön runden Eindruck. Die Spieldynamik ist angenehm ausgewogen und der enorm taktische Ansatz in Kombination mit dem Katz-und-Maus-Gameplay sorgt für eine konstante Adrenalinzufuhr während der Online-Sessions. Bleibt nur zu hoffen, dass die weiteren Klassen ähnlich viel Spaß machen wie die von uns gespielten, um auch langfristig für genug Abwechslung in den Matches zu sorgen. Grafisch gibt es bis auf gelegentliches Tearing auch nichts zu meckern.



Details

  • Titel: Evolve
  • System: PC, PS4, Xbox One
  • Genre: Taktik-Shooter
  • Spieler: 5
  • Release: Noch nicht bekannt
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