Rage Against the Machine feiern ein Comeback Bild: Getty Images

Rage Against the Machine feiern ein Comeback

Ausgerechnet fürs Coachella-Festival 2020 formiert sich die größte Rockband der 2000er Jahre erneut
Das Coachella-Festival gilt vielen Fans als das beste Festival der Welt. Das liegt nicht nur an der relaxten Boho-Atmosphäre im sonnigen Kalifornien, sondern vor allem an den aufregenden Headlinern, mit denen die Festival-Macher Jahr für Jahr auf sich aufmerksam machen, darunter z.B. Beyonces ikonischer post-Baby-Auftritt im Jahr 2018, der in der intensiven Netflix-Doku Homecoming für die Ewigkeit eingefangen wurde. Der unbestreitbar größte Coachella-Headliner 2020 wurde letzte Woche bekanntgegeben – und kommt ganz schön unerwartet: Rage Against the Machine. 

Rage Against the Machine hat eine lange Coachella-Geschichte

Die ikonische Politrockband, die 1991 gegründet wurde und deren Mitglieder 2011 in Los Angeles zuletzt gemeinsam auftraten, gaben für 2020 überraschend eine Reunion inklusive fünf Konzertterminen bekannt. Die Band beginnt mit drei Konzertterminen im Südwesten der USA Ende März und ist danach Headliner an beiden Coachella-Wochenenden in Indio, Kalifornien. RATM haben offenbar ein Faible für das Coachella: Die Band war bereits beim allerersten Festival 1999 Headliner und spielte anschließend 2007, nach langjähriger Pause, dort noch einmal ein Konzert. 

Das Gerücht über eine mögliche Wiedervereinigung begann wie immer heutzutage auf den sozialen Medien. Konkret tauchte ein brandneuer Rage Against the Machine-Account auf Instagram auf. Das erste gepostete Foto war ganz typisch politischer Natur und zeigte die aktuellen Proteste in Chile. Für viel mehr Aufruhr sorgte allerdings die Bildunterschrift: Fünf Daten, aber ohne Erklärung, warum diese von Bedeutung sind. Doch schnell waren sich die Fans sicher, dass es sich hier nur um Tourdaten handeln konnten - was ein langjähriger Weggefährte der Band später gegenüber Forbes bestätigte. 

Was machten die Mitglieder seit der Trennung?

Der Musik – und dem politischen Aktivismus blieben die Musiker natürlich trotzdem treu. In den knapp 20 Jahren seit der Trennung im Jahr 2000 formierten sich die Musiker in unterschiedlichen Bands neu. Im Jahr 2001 schlossen sich Tom Morello, Tim Commerford und Brad Wilk mit Soundgarden-Sänger Chris Cornell zusammen und gründeten Audioslave. Als Cornell 2007 seinen Ausstieg verkündete, löste sich die Band ganz auf. 2004 orientierte sich ein weiteres RATM-Mitglied neu: Zach de la Rocha gründete gemeinsam mit Trent Reznor von Nine Inch Nails die Band We Want It All. Dazwischen gab es einige Solo-Performances von Tom Morello. Die wohl wichtigste Neugründung ist aber wohl jene von Prophets of Rage im Jahr 2016. Die illustre Truppe bestehend aus Morello, Wilk und Commerford, sowie Chuck D von Public Enemy und B-Real von Cypress Hill machte ab 2016 genauso politisch weiter, wie wir es von den früheren Gruppen der Mitglieder gewohnt waren.

Wer jetzt Feuer und Flamme ist, im April nach Kalifornien zu fliegen, um Rage Against the Machine doch noch einmal im Leben live zu erleben, muss sich aber dringend etwas einfallen lassen, denn das Coachella Festival ist wie gewohnt ausverkauft. Da bleiben nur die drei angekündigten Einzelkonzerte, zu denen bislang allerdings noch keine Details bekannt sind. 

Tourdaten:

26. März: El Paso, Texas
28. März: Las Cruces, New Mexico
30. März: Phoenix, Arizona
10. April: Indio, Kalifornien (Coachella)
17. April: Indio, Kalifornien (Coachella)
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