Das weiß man bisher über die PlayStation 5 Bild: Getty Images

Das weiß man bisher über die PlayStation 5

Die Konsole der nächsten Generation kommt mit extrem schneller Ladezeit und einer umfassenden Rückwärtskompatibilität
Die Spekulationen über die neuen Konsolen-Generationen laufen bereits seit Monaten auf Hochtouren. Ganz besonders große Optimisten sind sogar davon überzeugt, dass die Spiele-Firmen sogar noch dieses Jahr die Katzen aus dem Sack lassen könnten. Allerdings haben sich Sony und Microsoft bislang äußerst bedeckt gehalten, was die ersten Details zur neuen PlayStation bzw. zur neuen Xbox betrifft. Da Sony die diesjährige E3 auslässt, ist davon auszugehen, dass die neue Konsole 2019 nicht mehr erscheinen wird. Ob die neue PlayStation überhaupt PlayStation 5 heißen wird, ist ebenfalls noch nicht bestätigt, die ersten technischen Details sind dafür seit ein paar Tagen bekannt.

Sony enthüllt die ersten Hardware-Details

Anlässlich des Sony Investors Relations Days, der vergangene Woche in Japan stattfand, kam die neue Konsole (die der Konzern bislang nicht beim Namen nannte, sondern nur als Konsole der nächsten Generation bezeichnete) erstmals ganz offiziell auf die Agenda, inklusive Vorführ-Video, in dem demonstriert wurde, was die neue Hardware alles kann.

Gegenüber Wired plauderte der leitende System-Architekt der Konsole Mark Cerny schon im April zum ersten Mal über technische Details. Statt einer Festplatte wie in der PlayStation 4, soll die neue Konsole über eine SSD verfügen. Für die Spieler bedeutet das extrem beschleunigte Ladezeiten, kein Stocken mehr und eine höhere Grafikqualität. Außerdem soll die PS5 eine neue CPU und GPU bekommen, wobei ein achtkerniger Prozessor aus der dritten Generation der AMD Ryzen-Serie zum Einsatz kommen wird. Die neue GPU wird außerdem die Raytracing-Technologie unterstützen. Diese Technik, die NVIDIA vergangenes Jahr vorgestellt hat, ist eine Grafik-Technik, die eine extrem realistische Darstellung des Lichts ermöglicht. Bislang unterstützen nur wenige Grafikkarten diese leistungs-intensive Technik, von den aktuellen Konsolen ganz zu schweigen. Zu guter Letzt wird die PS5 3D-Audio haben und mit PS VR-Headsets und sogar 8K-Fernsehern kompatibel sein.

Die Rückwärtskompatibilität hilft PS4-Besitzern

Der Wechsel auf eine neue Konsolen-Generation lässt normalerweise aber nicht automatisch alle Gamer-Herzen höherschlagen. Für Besitzer der vorherigen Generation, die nicht sofort umsteigen können oder wollen, bedeutet es nämlich, dass nach einer Weile keine Neuerscheinungen für die alte Generation nachkommen werden. Ein Zugeständnis macht Sony allerdings: Die PlayStation 5 wird über eine umfassende Rückwärtskompatibilität verfügen, dank derer PS4-Spiele auch auf der neuen Konsole spielbar werden. Darüber hinaus werden PS4- und PS5-Besitzer in der Zukunft trotz der unterschiedlichen Hardware online miteinander spielen können. Allerdings hat Sony bislang noch nicht bestätigt, ob die Rückwärtskompatibilität nur für bestimmte Spiele, wie z.B. Sony-exklusive Titel, verfügbar sein wird oder für alle Multiplayer-Games.

Sony und Microsoft vereinbaren Cloud-Gaming-Kooperation

Während die beiden Unternehmen in der Konsolen-Sparte sicherlich weiterhin Rivalen bleiben werden, scheinen sie aber erkannt zu haben, dass eine Kooperation in anderen Bereichen beiden nützen könnte. In einer überraschenden Mitteilung gaben Sony und Microsoft bekannt, dass die beiden Firmen von nun an gemeinsam an der Entwicklung neuer Cloud-Gaming- und Streaming-Technologien arbeiten werden – eine Entwicklung, von der auch zukünftige PS5-Besitzer profitieren werden. Die Zusammenarbeit bedeutet nämlich, dass Sony auf Microsofts globales Netzwerk an Azure Daten-Centern zugreifen kann. Azure ist ein Cloud Computing Dienst, der es Spiele-Entwicklern erlaubt, andere digitale Services über die Cloud bereitzustellen. Einer dieser Dienste ist Microsofts xCloud, mit dem Spieler ihre liebsten Xbox-Spiele direkt auf Smartphones und Tablets streamen können.

Während Microsoft mit Azure und Google mit dem neuen Cloud-Dienst Stadia schon länger auf diesem Terrain Fuß gefasst haben, hat Sony die Entwicklungen bislang eher verschlafen. Zwar hat Sony PlayStation Now im Portfolio, das auch der PS5 erhalten bleiben wird, allerdings schon länger nicht mehr mit den Möglichkeiten der anderen Anbieter mithalten kann. Durch die Kooperation mit Microsoft wird Sony seine Streaming-Angebote auf jeden Fall auf Vordermann bringen können – und wer weiß: Vielleicht rücken die beiden ehemaligen Konkurrenten ja noch enger zusammen und bescheren uns in Zukunft häufiger Plattform-übergreifende Spielmöglichkeiten, damit auch PlayStation und Xbox-Nutzer häufiger gemeinsame Sache machen können...
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