Hunt: Showdown Bild: Koch Media

Hunt: Showdown

Der etwas andere PvPvE-Ego-Shooter von Crytek und Deep Silver ist nach einem holprigen Early Access-Start 2018 jetzt regulär erhältlich
Wer in Computer-Spielen vor allem Abenteuer und Nervenkitzel sucht und dabei am liebsten mit historischen Waffen hantiert, sollte sich Hunt: Showdown näher ansehen. Bereits vor knapp eineinhalb Jahren gaben Crytek und Deep Silver der Spieler-Community in einer ziemlich langen Early Access-Phase Zugriff auf das Spiel – und die Community nahm das natürlich zum Anlass, um durch Feedback Einfluss auf den Entwicklungsprozess zu nehmen. Im Entwicklerstudio nahm man sich die Anmerkungen der Spieler zu Herzen und setzte sie in fast 20 Updates und Patches um. So wurden unter anderem ein neuer Boss, eine neuen Map, zwei neue Tageszeiten, zusätzliche AI, Quick Play und unzähligen neue Waffen hinzugefügt.

So funktioniert Hunt: Showdown

Rausgekommen ist dabei laut Cytek ein rasantes Ego-Shooter-Kopfgeldjägerspiel, das den Thrill eines Ego-Shooters und Survival-Games kombiniert und diese Elemente in ein Match-basiertes Battle-Royal-Format packt. In jedem Match treten bis zu zehn Spieler gegeneinander an – und spielen entweder solo oder in einem Zweier-Team – gegen alle anderen teilnehmenden Spieler um Kopfgelder und im Endeffekt gegeneinander.

Der Schauplatz des Gemetzels sind die Sumpfländer des amerikanischen Bundesstaates Louisiana rund um das Jahr 1850. Sobald ein Spieler die Kopfgelder von Monster-Kills an sich gerissen hat, wird er mit steigendem Wert auch zum nächsten Ziel der anderen Teilnehmer, die noch auf der Map sind. Je größer das Risiko, desto höher ist die Belohnung – doch mit nur einem einzigen Fehler könnte alles verloren sein: Die schon gesammelten Kopfjäger, die Waffen, das eigene Leben und vielleicht sogar die eigene Seele. Außerdem gibt es noch einen verkomplizierenden Faktor: Hunt: Showdown ist ein sogenanntes PvPvE-Games, also Player gegen Player gegen Environment (Umwelt). Nicht nur die anderen Spieler trachten einem nach dem Leben, sondern auch die zahlreichen Zombies, Monster und Sumpfkreaturen, die die Spielwelt bevölkern und die Spielwelt an sich. Ein falscher Schritt und der Sumpf reißt dich gewaltsam mit sich.

Was macht Hunt: Showdown besonders?

Zwei Aspekte heben dieses Spiel von anderen Shootern ab: Erstens die überzeugende Spiel-Atmosphäre, inklusive der gelungenen Horror-Umgebung, der nervenaufreibenden Kopfgeldjagden als Jäger und Gejagter und die intensiven Feuergefechte. Wichtiger als die realistische Spielwelt und das gelungene World-Design der Entwickler ist aber sicher noch die ungewohnte, aber fast süchtig-machende Spielmechanik. Während der Kopfgeldjagd in Hunt: Showdown hat man als Spieler keine Möglichkeit, nachzuvollziehen, wie viele Spieler sich in der Map befinden – eine Entscheidung der Entwickler, die eine gewisse nervöse Aufregung hervorruft, die sich einfach echt anfühlt. Es kann nämlich sein, dass man glaubt, alle anderen Spieler erledigt zu haben, nur um im letzten Spielmoment, bevor man sich zum rettenden Ausgang begeben kann, von einem unbemerkten Spieler aus dem Hinterhalt erschossen zu werden. Der zweite besondere Aspekt der Spielmechanik ist die Tatsache, dass Charaktere für immer sterben, wenn sie im Match getötet werden. Dementsprechend spielt man als Spieler immer mit einem Repertoire an verschiedenen Figuren, die auch oft nicht lange am Leben bleiben.

Hunt: Showdown ist in der Legendary Edition, die auch die Legends of the Bayou DLC enthält, auf Steam aktuell zum Sonderpreis von 39,98€ erhältlich.


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