Rockavaria meldet sich eindrucksvoll zurück entertainweb.de
  • 11.06.2018
  • Redaktion

Der Königsplatz rockt!

Rockavaria meldet sich eindrucksvoll zurück

Alles eine Nummer kleiner aber noch genauso laut wie früher: Nach dem Umzug aus dem Münchner Olympiapark zum Königsplatz in der Innenstadt lässt sich ein positives Festival-Fazit ziehen: Rockavaria auf dem Königslatz – das passt! Trotz der Absage der Toten Hosen war es ein gelungenes Comeback nach einem Jahr Pause.
Zwar ist vieles nun eine Nummer kleiner als zuvor auf dem riesigen Gelände des Olympiaparks, der guten Stimmung unter den etwa 35.000 Fans, die vergangenes Wochenende in ihren Bandshirts zum Königsplatz gepilgert waren, tat dies aber keinen Abbruch. Genauso wenig dem eindrucksvollen Line Up an nationalen und internationalen Rockgrößen, die Veranstalter Global Concerts auch bei der dritten Rockavaria-Auflage in die Isar-Metropole locken konnte.

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Rockavaria 2018 - Rocken vor der Glyptothek

An zwei Tagen und auf zwei Bühnen am Münchner Königsplatz spielten neben den Headlinern Iron Maiden und Limp Bizkit, die diese Rolle aufgrund des Hörsturzes von Campino von den Toten Hosen übernahmen, folgende Bands: Arch Enemy, Blaas of Glory, Dog eat Dog, Donots, Dragonforce, Drunken Swallows, Eluveitie, Emil Bulls, Johnny Gallagher, Killswitch Engage, Monument, Rose Tattoo, Royal Republic, Saltatio Mortis, The Raven Age, Therapy?, Turbobier und Tuxedoo.

Während der erste Tag überwiegend Metalfans erfreute und durch einen kompletten Konzert-Auftritt der Veteranen von Iron Maiden gekrönt war, ging es an Tag zwei deutlich alternativer und auch traditioneller zu. Neben aktuellen Szenegrößen wie Limp Bizkit gelingt es den Veranstaltern immer wieder, dem Publikum auch solche Gruppen zu präsentieren, deren größere Erfolge zwar schon ein Weilchen zurückliegen, hierzulande aber immer noch über eine stattliche Fan-Base verfügen. Waren dies in der Vergangenheit etwa Faith No More, begeisterten in diesem Jahr die Crossover-Combo Dog Eat Dog sowie die nordirische Band Therapy? auch die Mittvierziger im Publikum.

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Therapy? Sänger Andy Cairns

Richtig auf die Ohren gab es derweil von den Emil Bulls. Kein Wunder, war die Münchner Band hier doch der Lokalmatador. Ihre harten Metal-Riffs heizten dem Publikum vor der Hauptbühne (für 22.000 Zuschauer ausgelegt) ordentlich ein, während sich auf der kleineren Bühne (3.000 Zuschauer) die schwedische Band Royal Rebublic mit ihren gülden glänzenden Jackets in die Herzen der Zuschauer rockte. Mit ihren eigenen Stücken und zusätzlichen Cover-Songs von Iron Maiden, Metallica und The Police stellten sie ihre musikalische Bandbreite unter Beweis und bei den unterhaltsamen Ansagen von Sänger Adam Grahn blieb kein Auge trocken.

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Emil Bulls-Frontmann Christoph von Freydorf

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Volltreffer aus Schweden: Royal Republic

Als die Donots während ihres Auftrittes am Sonntag schließlich dazu ansetzten, die Hosen wenigstens für ein Lied bei Rockavaria zu vertreten, merkte man schnell, wie schmerzlich Campino und seine Mannen hier doch vermisst wurden. Schon die ersten Töne des Hosen-Klassikers „Opel-Gang“ sorgten für einen Ruck des Publikums in Richtung Bühne.

Vielleicht kommen die Jungs von der Opel-Gang ja dann 2019 mit dem „Arm aus dem Fenster und dem Radio voll an“ angefahren, wenn Rockavaria hoffentlich zum Königsplatz zurückkehren wird, um wieder in entspannter Atmosphäre und historischem Ambiente zwischen Propyläen, Glyptothek und Antikensammlungen die Münchner Innenstadt zu rocken.

Übrigens: Veranstalter Global Concerts bietet den Rock-Fans aufgrund des ausgefallen Hosen-Auftritts eine Entschädigung an. Alle Infos dazu findet ihr hier: http://www.rockavaria.de/news
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