Gorillaz: Reject False Icons-Doku jetzt auf YouTube Bild: Warner Music

Gorillaz: Reject False Icons-Doku jetzt auf YouTube

Nach dem Kino-Debut ist die Musik-Doku über Damon Albarns virtuelle Band nun auch auf YouTube zu sehen
Als Blur-Mastermind Damon Albarn und sein Kumpel Jamie Hewlett 1998 die Gorillaz vorstellten, eine virtuelle Band, deren Mitglieder sich hinter animierten Avataren versteckten, war die Verwunderung groß. Die vier comic-haften Musiker der Band heißen Stuart „2-D“ Pot, Murdoc Niccals, Noodle und Russel Hobbs sind bestens bekannt aus den zahlreichen Musik-Videos, Interviews und andere Video-Sequenzen der Band. Tatsächlich ist es aber Damon Albarn, der für das Musikalische verantwortlich ist, oft unterstützt von diversen Gastkünstlern. Vom Britpop-Sound seiner alten Band Blur hat sich Albarn bei den Gorillaz verabschiedet, stattdessen mixt er Hip Hop, elektronische Beats und Weltmusik. 

20 Jahre, sechs Studio-Alben und zahlreiche Festival-Auftritte später haben sich die Gorillaz technologisch und musikalisch weiterentwickelt, den typisch gesellschaftskritischen Inhalt ihrer Message aber beibehalten. Nach den vier Studioalben Gorillaz (2001), Demon Days (2005), Plastic Beach (2010) und The Fall (2010), legten Albarn und Hewlett die Gorillaz nach persönlichen Konflikten für einige Jahre auf Eis, in denen Albarn unter anderem durch eine Reunion mit Blur zu seinen musikalischen Wurzeln zurückkehrte und sich diversen Charity-Projekten widmete. 

Die Gorillaz gegen Trump

Es brauchte ausgerechnet Donald Trump, um Albarn und Hewlett zu einer Rückkehr zu den Gorillaz zu motivieren. Das fünfte Album Humanz (2017) entstand laut Albarn als Reaktion auf die Wahl des Trumps zum US-Präsidenten und als allgemeine Antwort auf eine „Welt, die völlig durchdreht“. Auch, als sämtliche Trump-Erwähnungen auf Humanz komplett gestrichen wurden, um dem ungeliebten Präsidenten nicht auch noch eine Bühne zu geben, können viele der Songs doch als Gegenreaktion auf die nationalistische Politik des aktuellen POTUS interpretiert werden. So wurde die erste Single „Hallelujah Money“ gemeinhin als Anspielung auf Trumps Politik der geschlossenen Grenzen interpretiert. Als Gast-Künstler konnten die Gorillaz für Humanz Grace Jones, De La Soul, Carly Simon und Rag’n’Bone Man gewinnen. Das bislang letzte Album der Band, The Now Now, entstand eher spontan 2018, als die Gorillaz gerade mit Humanz durch die Welt tourten. 

Gorillaz-Doku zeigt die Hintergründe

Im November vergangenen Jahres gab die Band bekannt, dass sie bereits seit über drei Jahren an einem Dokumentarfilm arbeitet, der am 16. Dezember in ausgewählten Kinos weltweit exklusiv gezeigt wurde. Nun hat die Band den Film mit dem Titel Gorillaz: Reject False Icons erstmals auch in drei Teilen auf YouTube hochgeladen. Regisseur Denholm Hewlett, Mitgründer Jamie Hewlett Sohn, fing die Gorillaz bei der Produktion der Alben Humanz und The Now Now, sowie auf den jeweiligen Touren auf Video ein und liefert durch die enge, langjährige Bindung zur Band ganz besonders intime Eindrücke.  



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