Soul-Queen Aretha Franklin stirbt mit 76 Bild: Getty Images

Soul-Queen Aretha Franklin stirbt mit 76

Die Sängerin und Bürgerrechtsaktivistin litt an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Zahlreiche Musiker wollen ihr die letzte Ehre erweisen.
Aretha Franklin, bekannt als die „Queen of Soul“, starb am 16. August nach langem Leiden mit 76 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Bereits 2010 hatte die Sängerin mit der großen Stimme schwere gesundheitliche Probleme und musste eine Operation über sich ergehen lassen. Das Gerücht es könnte Krebs sein, ging schon damals um, offiziell bestätigt wurde ihre schwere Krankheit allerdings erst drei Tage vor ihrem Tod.

Das Begräbnis wird zum Starauflauf

Am 30. August ist zu Ehren der Soul-Legende eine Trauerfeier im Chene Park Amphietheater in ihrer Heimat Detroit angesetzt – und die Liste an auftretenden Künstlern, die ihr die letzte Ehre erweisen wollen, ist lang. Laut Informationen von tmz.de werden 23 Künstler auftreten, entweder Solo oder mit der Aretha Franklin Band. Zu den angekündigten Interpreten gehören The Four Tops, Gladys Knight, Angie Stone und zahlreiche weitere bekannte Namen. Das offizielle Begräbnis im Greater Grace Tempel findet einen Tag später statt. Angeblich sollen Stevie Wonder und Jennifer Hudson die Zeremonie musikalisch umrahmen – mit Fokus auf die „starken Gospel-Wurzeln“ der Sängerin. Während die Trauerfeier für die Öffentlichkeit zugänglich ist, werden beim eigentlichen Begräbnis nur Familie und Freunde anwesend sein.

Madonnas Huldigung ging nach hinten los

Arethas Franklins Tod wurde kurz vor den MTV Video Music Awards am 20. August bekannt. Madonna, für die offizielle Rede der Veranstaltung verantwortlich, widmete Aretha Franklin ebenfalls einen Nachruf – der bei den Zusehern allerdings so gar nicht ankam. Viele Fans hatten den Eindruck, der mittlerweile 60-jährigen Pop-Legende ging es bei der Sache nur um sich selbst und ihre eigenen Erfahrungen. Tim Franklin, der Neffe der Sängerin, wiegelte aber ab und versicherte, dass Franklins Familie den öffentlichen Unmut nicht teilt.

Vom Gospelchor zum Polit-Aktivismus zum Weltruhm

Begonnen hat Aretha Franklins spätere Weltkarriere ausgerechnet im Gospelchor in der Kirche ihres Vaters. Allerdings war der auch nicht irgendwer, sondern der weithin bekannte Reverend C.L. Franklin, „Der Mann mit der Millionen-Dollar-Stimme“. Musiklegenden wie Ella Fitzgerald und Duke Ellington gingen in ihrem Elternhaus in Detroit ein und aus und veranstaltetem Jam-Sessions auf dem elterlichen Klavier. Kein Wunder, dass auch Aretha bereits mit 14 ihre erste Gospelplatte aufnahm. Vier Jahre später kam dann die erste nicht-kirchliche Platte, wobei sie die Gospel-Prägung ihrer Kinder-und Jugendjahre ihre ganze Karriere lang nie so richtig ablegte. Generell war ihr Stil ein wilder Mix verschiedenster Stil-Richtungen, die sie aber alle beherrschte und einzusetzen wusste, natürlich Soul, Jazz, Blues, Doo-Wop und Rhythm and Blues. Als 1967 ihre funkige Interpretation des Otis Redding Songs „Respect“ veröffentlicht wurde, traf sie einen Nerv und wurde zur Stimme der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, sang später sogar auf Martin Luther Kings Beerdigung. Bis zum Ende ihrer Karriere erschienen insgesamt 88 Alben der großen Sängerin, mit weltbekannten Hits wie  „I say a little prayer“, „A Natural Woman“ und „Think“.
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