Mulan kehrt zurück auf die Leinwand Bild: Disney

Mulan kehrt zurück auf die Leinwand

Im neuen Trailer gibt uns Disney erste Eindrücke von Mulan als Realverfilmung. Wie sehr sich Original und Neuauflage unterscheiden, erfahren wir ab Frühling 2020
Wie viele Realverfilmungen Disney noch im Ärmel hat? Viele offenbar, denn nach Dumbo, Aladdin und König der Löwen im Jahr 2019, sowie der Neu-Interpretation von Susi & Strolch (die allerdings nur auf Disneys neuem Streaming-Dienst Disney+ zu sehen sein wird), wurden nun schon die nächsten Projekte für kommendes Jahr angekündigt: Arielle und eben Mulan.

Gehorsame Tochter oder große Kriegerin?

Die Geschichte, die auf einer chinesischen Sage aus dem 6. Jahrhundert basiert, dürfte den meisten wohl bekannt sein: Per Dekret verfügt der Kaiser von China, dass pro Familie ein Mann der kaiserlichen Armee beitreten muss, um das Land gegen Eindringliche aus dem Norden zu verteidigen. Um zu verhindern, dass ihr alter, geschwächter Vater - selbst ein hochdekorierter Soldat - die gefährliche Reise auf sich nimmt, beschließt die junge Mulan Hua als Mann verkleidet dem Einberufungsbefehl Folge zu leisten. Ein gewagter Entschluss, denn eigentlich war eine Heirat mit einem einflussreichen Mann für sie vorgesehen.

Doch sie widersetzt sich, nimmt den Namen Jun Hua an und muss in zahlreichen schwierigen Prüfungen in der Armee ihre Eignung als Soldatin beweisen. Doch die zahlreichen Hürden, die sie während ihrer epischen Reise erklimmen muss, haben ein Gutes: Sie lernt, auf ihre innere Stärke zu vertrauen und erkennt, wie viel Potential in ihr steckt. Schlussendlich wird Mulan, die große Kriegerin, nicht nur von der gesamten Nation als Heldin gefeiert, sondern verdient sich auch die Hochachtung ihres gestrengen Vaters, nach der sie sich so sehr gesehnt hat.

Während die Besetzung von Arielle mit der farbigen Schauspielerin und Sängerin Halle Bailey nicht bei allen Fans gut ankam, lösten die verpflichteten Schauspieler in Mulan bisher keine Kritik aus. Die Titelheldin Mulan wird von der chinesischen Schauspielerin Yifei Liu („Forbidden Kingdoms“, „Once Upon A Time“) verkörpert. Kommandant Tung, Mulans wichtigster Fürsprecher und späterer Liebhaber wird von der Martial Arts-Legende Donnie Yen („Rogue One: A Star Wars Story“) gespielt. Der amerikanische Schauspieler Jason Scott Lee („Rapa Nui – Rebellion im Paradies“) schlüpft in die Rolle des Böri Khan und der neuseeländische Schauspieler Yoson An („Mortal Engines“) spielt Cheng Honghui. Die Leinwandlegende Gong Li („Die Geisha“, „Miami Vice“) wurde als Xianniang besetzt und Kampfsportlegende Jet Li („Hero“, „The Expandables“) übernimmt den Part des Kaisers.

Wo ist Mushu?

So schön die Bilder aus dem ersten Trailer auch sind, einige Fragen ließen sie offen. Die wohl drängendste davon: Wo ist Mushu, der vorlaute Drache? Denn obwohl Mushu auch in der Original-Saga von Mulan nicht vorkommt, ist er ein essentieller Bestandteil von Disneys erster Version – und für viele Fans eine bleibende Kindheitserinnerung und einfach nicht aus der Geschichte wegzudenken. The Disinsider bestätigte vor aber kurzem, dass der Charakter von Mushu in abgeänderter Form auch in die Realverfilmung Eingang finden wird, möglicherweise in der Gestalt eines Phönixes.

Die Mushu-Frage wird allerdings nicht die einzige Änderung bleiben: Mulans späterer Liebhaber heißt nicht länger Li Shang, sondern ist ein neuer Charakter namens Chen Honghui. Außerdem wird der neue Mulan-Film kein echter Musical-Film sein und die Original-Songs werden ebenfalls nicht wiederverwertet.

Ob Disney die Fans trotz der vielen Veränderungen überzeugen kann? Ab März 2020 können wir uns im Kino selbst ein Bild davon machen.


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