Soldiers of Fortune: Bonzen spielen Krieg Bild: Ascot Elite Home Entertainment

Soldiers of Fortune: Bonzen spielen Krieg

Maksim Korostyshevsky feiert sein Regie-Debüt: In Soldiers of Fortune macht eine Handvoll reicher Möchtegern-Abenteurer Erlebnis-Urlaub in einem Kriegsgebiet am Schwarzen Meer.
Geld ist nicht alles im Leben. Manchmal aber eben doch. Zum Beispiel in Maksim Korostyshevskys Soldiers of Fortune, wo der schnöde Mammon Betuchten aus der ganzen Welt die Möglichkeit offeriert, Krieg zu spielen. Wie das Kriegstreiben genau funktioniert, bekommen die Hobbysöldner Dimidov (Sean Bean), Haussman (James Cromwell), Grimaud (Ving Rhames), Vanderber (Charlie Bewley) und Sin (Dominic Monaghan) von dem Ex-Soldat Craig Mackenzie (Christian Slater) erklärt. Unter Mackenzies Aufsicht wollen die Millionäre im Rahmen des sogenannten Soldiers of Fortune Adventure-Programms an der Seite der Widerstandskämpfer einen fiesen Diktator stürzen – gegen Bares. Als Schauplatz dient dabei eine fiktive rumänische Insel. Als die fünf Kriegstouristen, die im echten Leben unter anderem als Gamedesigner und Wall-Street-Banker arbeiten, in einen Hinterhalt geraten, weicht der Urlaubsspaß schnell dem Kampf ums nackte Überleben.


Keine Satire, trotzdem komisch

Das Konzept von Soldiers of Fortune ist zweifelsohne ein interessantes. Gibt das Setting doch genug Potenzial her, um eine tiefschwarze Satire über Politik, Krieg und die die dafür Verantwortlichen zu spinnen. Die solide Schauspielriege untermauert diese Vermutung noch, vor allem die Namen Slater und Bean. Was Regisseur Korostyshevsky unterm Strich abliefert, verzichtet entgegen der Erwartung jedoch größtenteils auf das Anprangern gesellschaftlicher Missstände und schwingt stattdessen die Action-Keule. Schade eigentlich. Etwas mehr Mut zum bissigen Witz, hätte dem Konzept gut zu Gesicht gestanden. Dafür gibt’s allerlei schön trashig in Szene gesetzte Schießereien und Explosionen. Darüber hinaus hat der Film jedoch auch einige Lacher auf seiner Seite, wenngleich die Kritik an Gewalt, übertriebenem Reichtum und Krieg im Allgemeinen außenvorbleibt. Soldiers of Fortune nimmt sich nicht im Geringsten ernst. Die schlecht designten Kulissen und insbesondere die wie aus Plastik wirkenden Waffen der Protagonisten beispielsweise, verleihen dem Film einen ganz besonderen B-Movie-Charme.


Fazit

Wer nicht allzu viel erwartet, erhält mit Soldiers of Fortune solide Action-Kost mit zahlreichen witzigen Momenten und einer überzeugenden schauspielerischen Darbietung inklusive bemerkenswertem Trash-Faktor. Wer sich von Korostyshevskys Regie-Debüt eine anspruchsvoll-bissige Satire versprochen hat, geht allerdings leer aus.



Details

  • Titel: Soldiers of Fortune
  • Land/Jahr: USA 2012
  • System: DVD, Blu-ray
  • Genre: Action
  • FSK: Keine Jugendfreigabe
  • Regie: Maksim Korostyshevsky
  • Darsteller: Christian Slater, Sean Bean, Ving Rhames
  • Extras: Behind the Scenes, Interviews, Originaltrailer, Trailershow
  • Release: Bereits erhältlich
  • Laufzeit: 99 Min.
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Dieser Beitrag stammt von und dem entertainweb-Team