Thor: Hör mal, wer da hämmert Bild: Paramount Pictures

Thor: Hör mal, wer da hämmert

In Kenneth Branaghs (Henry V.) Superhelden-Saga spielt Newcomer Chris Hemsworth (Star Trek) einen Donnergott mit dem Charme eines Vorschlaghammers.

Thor steckt in der Klemme. Eben noch sollte er von seinem Vater Odin (Anthony Hopkins, The Rite) zum König von Asgard gewählt werden, doch da vermiesen ihm ein paar Frostriesen die Feier. Statt eine zünftige Party zu feiern will der impulsive Göttersohn mit Bruder Loki (Tom Hiddleston) und ein paar Freunden den Bösewichtern zeigen, wo der Hammer hängt, doch statt Ruhm und Ehre, gibt's Haue.

Odin selbst muss Thor aus den Klauen seines Erzfeindes Laufey (Colm Feore, Der fremde Sohn) befreien und verbannt Thor zur Strafe auf die Erde. Ohne seinen Hammer Mjolnir und ohne den geringsten Sinn für Sitte und Anstand stolpert der Göttersohn durch New Mexico bis er geradewegs in das Auto der Meteorologin Jane Foster (Natalie Portman, Black Swan) und ihrem Team (u. a. Stellan Skarsgard, Mamma Mia) läuft. Während nun Loki in Asgard Odin austrickst um den Thron zu besteigen, dämmert es Thor ganz langsam, dass er Opfer einer Intrige geworden ist. Doch ohne seinen Hammer ist selbst der mächtige Thor nur die Hälfte wert und so muss er sich erst seines Erbes würdig erweisen, um Asgard und die Erde zu retten.

Beginn einer Saga

Thor ist der Anfang einer ganzen Welle von Superhelden-Filmen aus dem Marvel-Universum und die Zuschauer müssen aufpassen, dass sie dabei den Überblick behalten. So dürfen sich Actionfans nach der Donnergott-Saga auf die Abenteuer von Captain America im Zweiten Weltkrieg freuen und im nächsten Jahr geht es mit Die Avengers weiter, gefolgt von Iron Man 3. Regisseur Branagh scheint das aber wenig kümmern, denn für ihn war es wichtiger, die "physische Wucht" der Hauptfigur auf die Zuschauer loszulassen. Der renommierte Darsteller und Regisseur würzt dabei sein Actionspektakel mit Familienintrigen im Stil von Shakespeare, Herr der Ringe und irren Zerstörungsorgien. Selten war Superheldenaction so spektakulär wie in Thor.

Actionhighlight des Kinosommers

Hier geht die Post ab. Thor schlägt erst zu bevor er den Mund aufmacht, nimmt sich was will und legt dabei ein Tempo vor, dass einem schwindlig wird. Gleich die erste Actionszene auf dem Planeten der Frostriesen zeigt Thor in seinem Element und lässt es ordentlich krachen. Dazu passt der perfekte Einsatz der 3D-Technik, die endlich einmal den Aufpreis an der Kinokasse rechtfertigt. Ob die grandiose Kulisse von Asgard oder die spektakulären Actionszenen - Branagh und sein Team bieten enorm viele Schauwerte. Wen kümmert es da, dass der Story in der zweiten Hälfte die Puste ausgeht.

Die Liebesgeschichte zwischen Rüpel Thor und seiner Jane wird etwas halbherzig in die Geschichte eingebaut und das an sich spannende Familiendrama dient nur noch als Pappkulisse für die grandiosen Actionszenen. Die lassen aber kaum Wünsche offen und deshalb darf man sich als Zuschauer hier beruhigt zurücklehnen und das Spektakel genießen.



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Details

  • Titel: Thor
  • Land/Jahr: USA 2011
  • Genre: Action
  • FSK: Ab 12 Jahren
  • Regie: Kenneth Branagh
  • Darsteller: Chris Hemsworth, Anthony Hopkins, Natalie Portman
  • Release: 28.04.2011
  • Laufzeit: 116 Min.
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Dieser Beitrag stammt von Stefan und dem entertainweb-Team