Kritik
The Cabin in the Woods: Der Grusel-Splatter-Comedy-Hybrid auf DVD & Blu-ray
07.02.2013 Reviews / DVD & Blu-ray
Bild: Universum Film
Ab und zu spuckt die Filmlandschaft echte Perlen aus. Im Horror-Segment findet sich aktuell mit The Cabin in the Woods ein solcher Kandidat. Wir verraten, was es damit auf sich hat.
Eigentlich sollte man in der Rezension zu einem Film wie Drew Goddards The Cabin in the Woods auf eine Inhaltsangabe verzichten. Denn was der Regisseur hier abliefert, hält schon nach kürzester Zeit so bahnbrechend entscheidende Pointen parat, dass es eigentlich eine Schande wäre, sie zu spoilern. Machen wir aber trotzdem, um die Handlung grob anzureißen. Wer den Film noch nicht gesehen hat und völlig unvoreingenommen mitfiebern will, sei hiermit gewarnt.
Hüttengaudi
Die Studenten Curt (Chris Hemsworth), Dana (Kristen Donnelly), Jules (Anna Hutchison), Holden (Jesse Williams) und der notorisch Gras rauchende Marty (Fran Kranz) machen Urlaub auf einer verlassenen Berghütte. Dieser scheinbar vollends ausgelutschten Ausgangssituation hat Goddard allerdings einiges entgegen zu setzen. Denn was die jungen Erwachsenen dort oben im Wald erwartet, stellt das Horrorgenre auf den Kopf. Was die Protagonisten nicht wissen: Hinter den Kulissen erlebt eine Hand voll Beamter einer vermeintlichen Regierungsorganisation ihren Wochenendtrip live mittels versteckter Kameras mit. Und sie beeinflussen das Geschehen sogar! Am Ende soll alles darauf hinaus laufen, dass der Großteil der Beobachteten sein Leben lässt. Wie, das bestimmten die unfreiwilligen Protagonisten selbst – natürlich unbewusst. Wozu das Ganze, sei an dieser Stelle allerdings nicht verraten. Nur so viel: Es geht um das Wohl der Menschheit.Die Fahrtrichtung von The Cabin in The Woods wird relativ schnell klar, als die Bürohengste Hadley (Bradley Whitford) und Sitterson (Richard Jenkins) über eine Lappalie diskutieren, während im Hintergrund die Fäden für den anstehenden Massenmord gezogen werden. Im Laufe der Handlung treibt Goddard diesen Ansatz auf die Spitze, The Cabin in the Woods wird von Minute zu Minute absurder. Er lässt den Zuschauer erschaudern, um ihn in der nächsten Minute zum Lachen zu bringen und anschließend wieder zu schockieren. Zum Schluss, wenn die Jugendlichen hinter die Fassade blicken und sich ihren Peinigern stellen, wird die Handlung gnadenlos dahin gemetzelt – inklusive Klassentreffen der kultigsten Horrorgestalten. Das gefällt dem Genre-Kenner.