CARS 2: Startschuss für Runde Zwei Bild: Pixar

CARS 2: Startschuss für Runde Zwei

Knuffige Autos, eine Welt ohne Menschen, Freundschaft, Autorennen – klingelt’s? Richtig: CARS. Nun bringt Disneys Animationsstudio Pixar die Fortsetzung des mit einem Golden Globe beschenkten Kassenschlager aus dem Jahre 2006: CARS 2.

Hauptdarsteller und Rennsport-Star Lightning McQueen gönnt sich nach einer einzigen Strapaze von Rennsaison erst mal eine Pause in seiner Wahlheimat Radiator Springs. Als er abends mit seiner Freundin Sally bei einem gemütlichen Glas Öl in seinem Lieblingsrestaurant sitzt, bekommt er mit, wie sein bester Kumpel Hook bei der Show von Talkmaster Mel Dorado anruft. Ersterer prahlt mit Lightnings Stärken und stachelt dessen größten Kontrahenten Francesco Bernoulli, der in der Show zu Gast ist, auf. Als Bernoulli die Aufforderung ausspricht, McQueen solle beweisen, ob er wirklich was drauf hat und am World Grand Prix teilnehmen, kann dieser nicht widerstehen. Er willigt ein – zumal Lightnings Freundin einen Narren an dem gutaussehenden italienischen Formel-1-Wagen gefressen hat.

Lightning McBond?

Doch es bleibt nicht nur beim Wettkampf um den Meistertitel oder um die Dame der Begierde. Hook wird während des Grand-Prix-Auftaktes mit einem internationalen Kontaktmann verwechselt und so in eine Mühle aus falschen Verdächtigungen, Verfolgungsjagden und verrücktem Agenten-Spielzeug gezogen. Darüber hinaus geben während der auf dem ganzen Globus verteilten Rennen diverse Konkurrenten McQueens den Geist auf. Die Fachpresse ist sich einig: schuld daran ist Alinol – eine Art Biotreibstoff, die der ÖlmilliardärMiles Axelrod auf dem Markt zu etablieren versucht.

Übers Ziel hinausgeschossen?

Klingt kompliziert und in der Tat: Regisseur John Lasseter erzählt hier drei Geschichten parallel zueinander. Erst nach und nach gesinnt sich ein Puzzle-Teil zum anderen und formt sich zu einem klaren Bild. Gewollt, schließlich wollte der Pixar-Gründer eine typische, kinderfreundliche Story, wie wir sie aus dem ersten CARS-Teil kennen, mit einer beinharten Agenten-Story á la James Bond kombinieren.

Ob’s gelungen ist? Allemal. Allerdings ist der Darbietung eine gewisse Hektik nicht abzusprechen, was für die ganz kleinen Autobegeisterten durchaus zum Problem werden könnte. Zu unklar sind die Hintergründe anfangs. Und trotzdem: Auch wer den ersten Teil nicht gesehen hat, findet sich im Geschehen schnell zurecht und findet Anschluss in die kinderfreundliche Geschichte. CARS-„Veteranen“ freuen sich über die neuen Stilmittel und den deutlich nach oben geschraubten Action-Anteil. Ein bloßer Aufguss des ersten Teils wäre ja auch ziemlich langweilig gewesen, oder?

Wahlweise gibt’s CARS 2 in schniekem 3D zu bestaunen, wobei sich der Tiefeneffekt in den Action-ärmeren Szenen dezent zurückhält. Geht’s rasanter zur Sache, beispielsweise in Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Kontrahenten McQueen und Bernoulli, zieht auch der Effekt an. Von minimalen, gelegentlichen Unschärfe-Anfällen abgesehen kann sich dieser absolut sehen lassen, ohne dabei zu viel zu wollen.

Die Grundsäulen wären damit schon mal erläutert. Bei einer derart dicken Produktion und diesem eindeutig KFZ-lastigen Thema dürfen natürlich auch die richtigen Synchronsprecher nicht fehlen. So haben unter anderem die Spaßvögel Martina Hill, Rick Kavanian sowie Formel-1-Star Sebastian Vettel ihre Stimmen hergegeben. Super!

Zusammen zaubern all diese Komponenten Pixar-typisch einen unterhaltsamen Animationsfilm für Jung und Alt, der hier und da Innovationen streut, ohne sich zu sehr von der Tradition wegzubewegen. Super Familienkost!



Details

  • Titel: CARS 2
  • Land/Jahr: USA/2011
  • Genre: Animation
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Regie: John Lasseter
  • Darsteller: Manou Lubowski, Reinhard Brock, Sebastian Vettel, Rick Kavanian
  • Release: 28.07.2011
  • Laufzeit: 106 Min.
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Dieser Beitrag stammt von Stefan und dem entertainweb-Team