E3: Aus Scorpio wird Xbox One X Bild: Microsoft
Die wichtigsten Infos zur neuen Microsoft-Konsole

E3: Aus Scorpio wird Xbox One X

Die E3 hat begonnen und Microsoft hat seine Pressekonferenz schon hinter sich. Die wichtigste Ausbeute: Die Xbox One Scorpio heißt jetzt Xbox One X. Alle weiteren Infos zur neuen Konsole.

4K-Konsole im Kompakt-Format

Ein bisschen verwirrend ist Microsofts Namenswahl für das kommende Hardware-Update schon, sind Verwechslungen mit der Xbox One S doch vorprogrammiert. Trotzdem ändert das nichts an den starken inneren Werten. Wie zuvor angekündigt, kommt die Xbox One X mit deutlich mehr Rechenleistung als ihre Vorgänger. Alle bisherigen Xbox One-Spiele sind freilich kompatibel, genau wie sämtliches Zubehör.

Eine Power-Präsentation gab’s auf der E3 in Form von Forza Motorsport 7, das auf der Xbox One X in 4K, mit HDR-Support und 60 Frames pro Sekunde läuft. Microsoft betont, dass es sich hier um natives 4K handelt, keine Upscaling-Variante mit dem Checkerboard-Verfahren, wie es auf der PS4 Pro zum Einsatz kommt. Möglich wird’s durch die bereits im Vorfeld bestätigten sechs Teraflops und dem 12-Gigabyte-Arbeitsspeicher. Ob der Otto-Normal-Spieler allerdings wirklich einen Unterschied zwischen hochskaliertem und nativem 4K erkennt, wird die Praxis zeigen.


Exklusiv-Spiele und UHD-Blu-ray-Player

Aktuell ist Microsofts Portfolio an Exklusiv-Entwicklungen etwas dünn aufgestellt. Neben Forza 7 steht noch Crackdown 3 an, das deutliche Grafikvorteile zeigen soll. Allerdings sollen auch Third-Party-Titel wie Assassin’s Creed: Origins und Minecraft ein Update bekommen, um noch schöner auszusehen. EA bringt außerdem 2018 mit Anthem ein neues Bioware-Rollenspiel auf die Xbox und schon im Oktober steht mit Middle Earth: Shadow of War ein neuer Herr der Ringe-Teil an.

Übrigens: Auch wer keinen 4K-Fernseher hat, soll von der zusätzlichen Power der Xbox One X profitieren. Microsoft verspricht auch auf Full-HD-Geräten bessere Framerates und kürzere Ladezeiten. Gut möglich, dass sich bei einigen Titeln auch der Detailgrad erhöht. Nettes Detail am Rande: Die Xbox One X ist die bisher kompakteste Xbox, sogar kleiner als die Xbox One S.

Virtual Reality scheint auf der Xbox One X derweil keine Rolle zu spielen, zumindest erwähnte Microsoft bei der Pressekonferenz nichts in dieser Richtung. Die Redmonder überlassen also vorerst Sony das VR-Feld. Allerdings: In Sachen Home Entertainment hat die neue Xbox gute Karten, Sony den Rang abzulaufen. Anders als die PS4 pro spielt die Xbox One X nämlich UHD-Blu-rays ab und gibt Dolby-Atmos-Ton aus.


Ausblick

Unterm Strich liefert Microsoft hier ein spannendes und vor allem potentes Update einer ohnehin schon guten Konsole. Ob die potenzielle Käuferschaft aber bereit ist, 499 Euro und damit glatte 100 Euro mehr als Sony für die PS4 Pro verlangt, auszugeben? Das zeigt sich spätestens zum Release der Xbox One X am 7. November 2017.


Artikel bewerten
(1 Stimme)
Dieser Beitrag stammt von Stefan und dem entertainweb-Team