The Dark Knight Rises: Alte Helden in neuem Gewand Bild: Warner Home Video

The Dark Knight Rises: Alte Helden in neuem Gewand

Nach Batman Begins und The Dark Knight serviert Regisseur Christopher Nolan mit The Dark Knight Rises das Bombastfinale seiner Batman-Trilogie. Jetzt auch fürs Heimkino.
Er galt schon vor dem Kinostart als der heißeste Anwärter auf den Titel Film des Jahres, Fans sahen gar die größte Comicverfilmung aller Zeiten in The Dark Knight Rises. Ob Nolans Abschluss der schon vorher entstandenen Legende gerecht wird? Vor ab: ja, aber bedingt.

The Dark Knight Rises knüpft thematisch da an, wo The Dark Knight seine Zuschauer im Jahr 2008 zurückließ: Acht Jahre nachdem Batman den Schauplatz Gotham City von Harvey Dent (Aaron Eckhart) befreite und im selben Atemzug Polizeichef Jim Gordons (Gary Oldman) Sohn rettete, steht Gotham Kopf. Denn während die Menschen noch immer an Dents Unschuld glauben und in Batman (Christian Bale) den Buhmann sehen, siecht letzterer unschuldig im Exil dahin. Einen Grund zum Aufraffen erhält der einst strahlende dunkle Rächer von der vermeintlichen Gegenspielerin Selina Kyle (Anne Hathaway), die im Auftrag Banes (Tom Hardy) handelt. Letzter lebt mit seiner Armee in der Kanalisation Gothams und ist im Begriff, einen finsteren Plan zu offenbaren. Also streift Batman das Cape doch noch einmal über.


Viele Charaktere, zu wenig Zeit

Bis es soweit ist, vergeht allerdings knapp eine dreiviertel Stunde, in der Batman aka Bruce Wayne erst mal durch Abwesenheit glänzt. Nolan nutzt die Zeit vornehmlich zum Handlungsaufbau und setzt den Fokus dabei auf Jüngling und Nachwuchs-Polizist John Blake (Joseph Gordon-Levitt). Der Vorteil bei dieser Erzählweise: Selbst Zuschauer, die mit den beiden Vorgängern nicht vertraut sind, dürfen der Story dank ausführlicher Erklärungen folgen. Der Nachteil: Allen anderen dürfte das weite Ausholen eindeutig zu langatmig daherkommen. Dennoch: Auf diese Weise stellt der Regisseur sicher, dass jedem Charakter genug Zeit zur Entwicklung eingeräumt wird, wenngleich die Handlung in ihren 164 Minuten Länge beizeiten etwas überladen wirkt.

Die Schauspieler holen meist alles aus ihren Rollen raus. Besonders hervorzuheben sind Anne Hathaway als harte Catwoman, Gary Oldman als griesgrämiger Polizeichef und natürlich Tom Hardy als schwer atmender Bane. Auch wenn letzterer  seine Bedrohlichkeit weniger aus seinem Charisma, sondern viel mehr aus seiner körperlichen Überlegenheit zieht. Denn auch wenn Bane ein fieser Gegenspieler ist, so vermag seine Präsenz doch nicht ganz mit der Leistung des leider verstorbenen Joker-Darstellers Heath Ledger aus The Dark Knight mitzuhalten. Davon abgesehen besticht The Dark Knight Rises mit ganz schön viel Action, noch mehr bildgewaltiger Szenen und einer tragischen Geschichte, die das Superhelden-Genre schon jetzt nachhaltig geprägt hat und noch prägen wird. Keine Frage, Nolans Handschrift ist diesem Film in jedem Moment anzusehen.


Fazit

Unterm Strich schließt Christopher Nolan seine Batman-Trilogie mehr als würdig ab. The Dark Knight Rises hat alles, was man sich von einer modernen Comicadaption wünscht: starke Charaktere, eine ernstzunehmende Story und eine astreine Blockbuster-Inszenierung. Da verschmerzt man auch die vereinzelten erzählerischen Längen. Der nächste Batman-Film – und der kommt bestimmt – wird es nicht einfach haben.



Details

  • Titel: The Dark Knight Rises
  • Land/Jahr: USA 2012
  • System: DVD, Blu-ray
  • Genre: Action
  • FSK: Ab 12 Jahren
  • Regie: Christopher Nolan
  • Darsteller: Christian Bale, Gary Oldman, Tom Hardy
  • Extras: Featurettes, Making of, Trailer, Galerie
  • Release: Bereits erhältlich
  • Laufzeit: 164 Min.
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Dieser Beitrag stammt von und dem entertainweb-Team